Wo liegt der Rosengarten?

Die Rosengartengruppe, häufig auch nur Rosengarten (italienisch Catinaccio, ladinisch Ciadenac, Ciadenáze), ist ein Bergmassiv der Dolomiten in Südtirol und im Trentino (Italien). Seit 2003 gehört der Südtiroler Teil mehrheitlich zum Naturpark Schlern-Rosengarten; seit 2009 ist die Rosengartengruppe neben acht weiteren Gebieten Teil des Welterbes Dolomiten.

Der unalpin klingende Name Rosengarten für den zweithöchsten Berg und die ganze Gruppe ist seit dem späten 15. Jahrhundert bekannt (1497 Rosengarten, 1506 Kofl am Rosengarten); er ist weder von einem Garten voller Rosen abgeleitet, wie dies in der Laurinsage berichtet wird, noch von den feuerrot glühenden Felsen in der Abenddämmerung bei Sonnenuntergang, auch wenn diese ätiologischen Motive die Namengebung nachträglich überformt haben dürften.

Nach der volkstümlichen Überlieferung lag im „Gartl“, einem Schuttkar zwischen Rosengartenspitze, Laurinswand und Vajolet-Türmen, der wunderschöne Rosengarten des Zwergenkönigs. Als der König an der Etsch seine schöne Tochter Similde vermählen wollte, wurden alle Adeligen der Umgebung zu einer Maifahrt eingeladen, nur König Laurin nicht. Dieser beschloss daraufhin, mit Hilfe seiner Tarnkappe als unsichtbarer Gast teilzunehmen. Als er Similde sah, verliebte er sich sofort in sie, setzte sie auf sein Pferd und sprang mit ihr davon. Sofort zogen die Recken aus, geführt von Dietrich von Bern und seinem Waffenmeister Hildebrand, um Similde zurückzuholen und standen kurz darauf vor dem Rosengarten.

König Laurin band sich einen Wundergürtel um, der ihm die Kraft von zwölf Männern verlieh, und stellte sich dem Kampf. Als er sah, dass er trotz allem verlor, zog er sich die Tarnkappe über und sprang, unsichtbar wie er nun zu sein glaubte, im Rosengarten hin und her. Die Ritter aber erkannten an den Bewegungen der Rosen, wo der Zwergenkönig sich verbarg. Sie packten ihn, zerstörten den Zaubergürtel und führten ihn in Gefangenschaft. Laurin aber drehte sich um und belegte den Rosengarten, der ihn verraten hatte, mit einem Fluch: Weder bei Tag noch bei Nacht sollte ihn jemals mehr ein Menschenauge sehen. Laurin hat aber die Dämmerung vergessen, und so kommt es, dass der Rosengarten bei Sonnenauf- und -untergang blüht.

Eine andere Variante der Sage deutet das Alpenglühen als Widerschein der Feste in der versunkenen Kristallburg des Zwergenkönigs.

Sprachforscher vermuten, dass der Name Rosengarten mit dem alten Wortstamm „ruza“ zusammenhängt, was so viel wie Geröllhalde heißt. Auch der italienische Name „Catinaccio“ für Rosengarten soll nicht, wie meist vermutet, gleichbedeutend sein mit „große, wilde (Berg-)Kette“, sondern vom ladinischen Wort „ciadenac“ herstammen, das Berg- oder Geröllkessel bedeutet. Ebenso soll der Name Vajolet nach Karl Felix Wolff „Gegend mit Geröll“ heißen.

Quelle: wikipedia

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Was ist die Blaue Mauritius?

Modry_mauritiusDie Rote und Blaue Mauritius sind die unter Nicht-Philatelisten wohl bekanntesten Briefmarken der Welt, wobei der Bekanntheitsgrad der Blauen Mauritius den der Roten bei weitem übersteigt. Sie sind jedoch weder die teuersten noch die seltensten Briefmarken der Welt. Dennoch ist der sogenannte „Bordeaux-Brief“ mit beiden dieser Marken das bislang wertvollste philatelistische Sammelstück.

Durch die Blaue und Rote Mauritius wurde die britische Kronkolonie Mauritius das siebte Postgebiet weltweit, das Briefmarken herausbrachte.

Das erste Postamt auf Mauritius gab es bereits 1772. Seit 1810 war die Insel eine britische Kolonie, zuvor war sie französisches Gebiet.

1840 waren in Großbritannien und Irland die allerersten Briefmarken in Umlauf gebracht worden. 1843 hatten die Kantone Zürich und Genf sowie Brasilien, 1845 der Kanton Basel und 1847 die USA eigene Briefmarken eingeführt. Gouverneur Sir William Gomm erließ am 17. Dezember 1846 eine Verordnung (Ordinance No. 13), welche analog zum Vereinigten Königreich auch auf Mauritius die Ausgabe zweier Marken vorsah:

  • Eine 1-Penny-Marke für Frankierungen im lokalen und innerörtlichen Postverkehr der Mauritius-Hauptstadt Port Louis in der Farbe Rot.
  • Eine 2-Pence-Marke für den Postverkehr mit der benachbarten Insel Rodrigues sowie mit Übersee in der Farbe Blau.

Diese Briefmarken der ersten und zweiten Serie zeigen das Profil der Königin Victoria von Großbritannien und Irland (1840–1901).

Die Preise im Michel-Katalog betragen für gestempelte Stücke: 500.000 Euro für die orangen 1-Penny-Briefmarken und 625.000 Euro für die dunkelblauen 2-Pence-Exemplare.

Quelle: wikipedia

Wo entspringt die Moldau?

Die Moldau (tschechisch Vltava, historisch Wulda – aus dem germanischen Wilth-ahwa, was so viel wie „wildes, reißendes Wasser“ heißt), auch als „Böhmisches Meer“ bezeichnet, ist der längste Fluss in Tschechien und der größte Nebenfluss der Elbe. Er ist 440 km lang und entwässert ein Gebiet von 28.000 km² mit durchschnittlich 151 m³/s an der Mündung.

Die Moldau sollte nicht mit dem Fluss gleichen (deutschen) Namens im nordöstlichen Rumänien verwechselt werden, nach welchem sich u.a. der offizielle deutsche Name Republik Moldau für den moldawischen Staat ableitet.

Verlauf

Die Moldau entspringt in zwei Quellflüssen: der Warmen Moldau in der Nähe von Aussergefild im Böhmerwald nördlich des Lusens; und der Kalten Moldau in der Nähe von Haidmühle im Bayerischen Wald am Haidelosthang, in dem sie auch kleine Zuflüsse aus Bayern aufnimmt. Die kleine Moldau und die Grasige Moldau sind Zuflüsse zur Warmen Moldau.

Im weiteren Verlauf fließt sie durch den Böhmerwald nach Budweis und bis zur Mündung der Berounka.

Die mittlerweile zu einem mächtigen Fluss angewachsene Moldau fließt an ihrem Unterlauf durch die Prager Innenstadt, wo sie zusammen mit den zahllosen Sehenswürdigkeiten der Stadt unvergleichliche Kulissen bietet. Bei Mělník schließlich mündet die Moldau in die von rechts kommende Elbe. Mit einer höheren durchschnittlichen Wasserführung und einer größeren Länge ist sie der hydrographische Hauptfluss. Die Elbe erweckt insofern den Eindruck, Hauptfluss zu sein, als sie schon oberhalb der Mündung ein breiteres Tal hat und die Fließrichtung beibehält, während die Moldau an der Mündung eine deutliche Linkskurve macht.

Musikalische Darstellung durch Bedřich Smetana

Der Lauf der Moldau bot die Vorlage für die gleichnamige (und bekannteste) romantische sinfonische Dichtung Die Moldau aus dem Zyklus Mein Vaterland von Bedřich Smetana.

Smetana komponierte das Stück Vltava (,Moldau‘, geläufiger Titel im Deutschen Die Moldau) bei fast völliger Gehörlosigkeit vom 20. November bis zum 8. Dezember 1874. Am 4. April des folgenden Jahres wurde Die Moldau uraufgeführt.

Die Moldau ist ein Beispiel für Programmmusik mit Tonmalerei. Das rondoartig wiederholte Hauptthema besteht aus einer Melodie, die erstmals im italienischen Renaissance-Lied La Mantovana aus dem 17. Jahrhundert auftaucht und später auch im schwedischen Volkslied Ack Värmeland und der israelischen Nationalhymne haTikwa leicht abgewandelt verwendet wurde. Smetana beschreibt das Werk wie folgt:

„Die Komposition schildert den Lauf der Moldau, angefangen bei den beiden kleinen Quellen, der kalten und der warmen Moldau, über die Vereinigung der beiden Bächlein zu einem Fluss, den Lauf der Moldau durch Wälder und Fluren, durch Landschaften, wo gerade eine Bauernhochzeit gefeiert wird, beim nächtlichen Mondschein tanzen die Nymphen ihren Reigen. Auf den nahen Felsen ragen stolze Burgen, Schlösser und Ruinen empor. Die Moldau wirbelt in den Johannisstromschnellen; im breiten Zug fließt sie weiter gegen Prag, am Vyšehrad vorbei, und in majestätischem Lauf entschwindet sie in der Ferne schließlich in der Elbe.“

Quelle: wikipedia