Elementares Gedicht Nr. 4

Begleiche deine Träume niemals im Mai.
Stell deine Hände einander vor.
Treibe die Flotte aufs Gras und weide sie.
Halt dich von Wangen fern, wenn kein Wind geht.
Gib zwei Schaufeln Erde ins Badewasser hinzu.
Leg dich in einen Katzenschatten.
Sag Mutter: Grüß Vater.
Halte den Vögeln die Ohren zu.
Hüte dich vor dem Hirten.
Verwechsle die Toten nie wieder mit Alpenglühen.
Meide Maische.
Tröste die Flotte, wenn sie weint.
Sag deinem Herz, es sei ein Einzelkind.
Teile dein Reich.
Komme.
Geschehe.

Ulrich Koch

Quelle: Fixpoetry

Eine schöne Besprechung zu „Elementare Gedichte“ daselbst von Elke Engelhardt.

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