Apollo 13

Als „erfolgreicher Fehlschlag“ ging die Apollo-13-Mission in die Geschichte der amerikanischen Raumfahrt ein. Ein Fehlschlag, weil 55 Stunden und 54 Minuten nach dem Start, über 300.000 km von der Erde entfernt und kurz nachdem der im Tank befindliche Ventilator in Betrieb genommen worden war, einer der beiden Sauerstofftanks im Servicemodul der „Odyssey“ explodierte. Kapselpilot Swigert meldete über Funk: „Hey, ich glaube, wir haben da gerade ein Problem gehabt.“ Astronaut Jack Lousma, der zu dieser Zeit im Kontrollzentrum in Houston die Funkverbindung zur Besatzung hielt, fragte nach: „Könntet ihr das bitte wiederholen?“. Daraufhin meldete sich Kommandant Lovell: „Houston, wir haben ein Problem gehabt.“

“Houston, we’ve had a problem.”

Da eine direkte Umkehr wegen des unbekannten Zustandes des Haupttriebwerks ausgeschlossen wurde, musste eine Mondumfliegung unter Ausnutzung des Gravitationsfeldes vollzogen werden (Swing-by-Manöver). Dazu wurde der Kurs durch eine kurze Brennphase des Landetriebwerks der Mondfähre leicht geändert, so dass die Flugbahn nach der Mondumfliegung wieder zurück zur Erde führte (ohne die Korrektur hätte sich das Raumschiff der Erde nur bis auf ca. 60.000 km genähert). Die Mondlandefähre „Aquarius“ spielte dabei die Rolle des „Rettungsboots“, das die Besatzung versorgen musste, nachdem ein Überleben im havarierten Kommando-/Servicemodul „Odyssey“ nicht mehr möglich war.

Mehr als ein Blick auf den Sehnsuchtstrabanten durch die Scheiben der zum Rettungsboot umfunktionierten Mondlandefähre war den Astronauten also nicht vergönnt:

Apollo 13

Originaltitel: APOLLO 13

Biografie, Drama, Literaturverfilmung

Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1994
Produktionsfirma: Universal
Länge: 140 Minuten
FSK: ab 6; f
Erstauffuehrung: 19.10.1995/26.9.1996 Video/2.9.1997 DF1/1.9.1999 DVD (Columbia)/2.12.2004 DVD (Universal)/27.5.2010
DVD-Anbieter: Standard: Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./ DS dt.)

Darsteller: Tom Hanks (Jim Lovell), Bill Paxton (Fred Haise), Kevin Bacon (Jack Swigert), Gary Sinise (Ken Mattingly), Ed Harris (Gene Kranz), Kathleen Quinlan (Marilyn Lovell); Produzent: Brian Grazer; Regie: Ron Howard; Drehbuch: William Broyles jr., Al Reinert; Kamera: Dean Cundey; Musik: James Horner; Schnitt: Michael Hill, Daniel Hanley; Vorlage: Jeffrey Kluger, Jim Lovell

Auszeichnungen

Oscar (1996, Bester Schnitt), Oscar (1996, Bester Schnitt – Daniel Hanley), Oscar (1996, Bester Ton), Oscar (1996, Bester Ton), Oscar (1996, Bester Ton), Oscar (1996, Bester Ton)

Inhalt

Eine filmische Rekonstruktion der beinahe tödlich endenden Mission des Raumfahrt-Projekts Apollo 13″ im Jahr 1970. Ohne allzu viel Beiwerk als technisch brillante Pseudo-Dokumentation in Szene gesetzt. Frappierende Simulationen der tatsächlichen Ereignisse münden in eine triumphale Akklamation menschlichen Erfindungsgeistes und technischen Fortschritts…“

Am Ende rückt sich der Flight Director Gene Kranz seine Krawatte zurecht: Failure has never been an option.

Quelle: wikipedia und Filmlexikon