Las Bandidas

Aus dem offiziellen Programm des Fantasy Film Festes 2009:

SOLO QUIERO CAMINAR, so der spanische Originaltitel, ist mindestens ebenso virtuos komponiert wie die gleichnamige, bekannte Flamenco-Ballade von Paco de Lucia. Inszeniert hat diesen durch und durch raffinierten Thriller Agustín Díaz Yanes, der nach seinem muffigen Historienspektakel ALATRISTE demonstriert, dass er weit mehr kann als nur Kulissen hin- und her zu schieben. Das zeigt sich schon in der ersten Sequenz des Films, in der Yanes souverän zwischen verschiedenen Handlungsebenen schneidet, um den waghalsigen Einbruch von vier Frauen bei einem russischen Gangstersyndikat nach allen Regeln der Kunst zu zelebrieren. Dass eine von ihnen dabei geschnappt wird und in den Knast wandert, bildet den Ausgangspunkt für diesen bisweilen grotesk gewalttätigen Kraftakt, der seinen wunderbaren weiblichen Stars – Victoria Abril, Ariadna Gil, Elena Anaya und Pilar López de Ayala – jede erdenkliche Möglichkeit bietet, gut auszusehen, im wortwörtlichen wie übertragenen Sinne. Es gibt einen Gefängnisausbruch, kühlen Sex, Blutbäder mit der Mex-Mafia und schließlich einen energischen Showdown auf mexikanischem Boden, wo Leben billig ist und Peckinpah-Zitate zwingend sind. Auf gut spanisch: Das rockt!


“SOLO QUIERO CAMINAR … sets four of Spain’s biggest female stars loose in the visually arresting and often brutal world of New Mexican Cinema where they pit their wits against an army of sordid stereotypical machos. As the gutsy leads wriggle through tunnels, crack safes, perform flying drop kicks, and are punched, throttled and stabbed, you have to ask if this is what Tarantino might do if he got his hands on CHARLIE’S ANGELS.”

Screen International

Eine anregende Kritik findet sich auch hier: Butt-kicking Babes



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