Die Band von nebenan

Acht Männer in Uniformen – das könnte ein Anblick sein, der Respekt verschafft. Schon schwieriger, wenn die Uniformen babyblau sind. Kommen ihre Träger zudem aus Ägypten und streifen durch eine farblose israelische Einöde, Instrumentenkoffer und Trolley hinter sich her ziehend, dann begegnet den exotisch auftretenden Besuchern zunächst mehr Hohn und Spott…

Der Regisseur und Drehbuchautor Eran Kolirin präsentiert mit seinem Kinodebüt „Die Band von nebenan“ ein Gedankenspiel: „Was wäre, wenn sich Araber und Israelis einmal nur als Menschen begegneten? Wie weit trüge sie dann das ihnen gemeinsame Ideal der Gastfreundschaft?“, so Hilal Sezgin in „Die Zeit“. Nie spricht der junge Filmemacher den israelisch-arabischen Konflikt direkt an. Stattdessen geht es ihm mit seinem unaufgeregten, ganz auf der Kraft der Ursprungsidee und der Schauspielleistungen beruhenden Film um die Menschen, ihre Sehnsüchte, Träume und Wünsche.

 

Titel: Die Band von nebenan

Originaltitel: Bikur hatizmoret

Israel, Frankreich 2007

Laufzeit: 83 Minuten

Regie: Eran Kolirin

Drehbuch: Eran Kolirin

Produktion: Eylon Ratzkovsky, Ehud Bleiberg, Yossi Uzrad, Koby Gal-Raday

Darsteller: Sasson Gabai, Ronit Elkabetz, Khalifa Natour, Saleh Bakri, Shlomi Avraham, Rubi Moscovich, Gavriel Ayrum, Jabarin Camal

 

Quelle: critic.de und arte