About a Boy oder: Der Tag der toten Ente

No man is an island entire of itself; every man
is a piece of the continent, a part of the main;
if a clod be washed away by the sea, Europe
is the less, as well as if a promontory were, as
well as a manor of thy friends or of thine
own were; any man’s death diminishes me,
because I am involved in mankind.
And therefore never send to know for whom
the bell tolls; it tolls for thee.

John Donne

Zwei Wendungen aus dem Werk Donnes fanden Eingang in die Populärkultur: das sprichwörtliche Niemand ist eine Insel, das Thomas Merton als Buchtitel wählte, und Wem die Stunde schlägt als Titel eines Romans von Ernest Hemingway. Beide stammen aus demselben Absatz in Meditation XVII.

About a Boy beginnt mit einer Quiz-Show und der Frage nach dem Urheber des Zitats Niemand ist eine Insel. „Jon Bon Jovi“, meint  Will (Hugh Grant), „das weiß doch jeder.“ Bon Jovis Song Santa Fe beginnt schließlich mit der Zeile They say that no man is an island…

Der Film ging zwar als Sommerkömödie ins Rennen, in meinen Augen wäre er aber der ideale Weihnachtsfilm. Hugh Grant als homöopathische Dosis gegen das Stille-Nacht-Heilige-Nacht-Syndrom oder das Thatcher-Trauma der Briten. Für Philip French vom Guardian bringt About a Boy nämlich zwei Trilogien zusammen, die in den 1990er ihre Anfänge nahmen: Die Richard-Curtis-Filme Vier Hochzeiten und ein TodesfallNotting Hill und Bridget Jones, in denen Hugh Grant ebenfalls mitspielte, sowie die Nick-Hornby-Trilogie Fever PitchHigh Fidelity und About a Boy. Ihnen gemein sei die Vermeidung einer Lage-der-Nation-Polemik der Thatcher-Ära. Hier wende man sich ab von der Sorge um das Gemeinwesen und Politik, von Ehrgeiz und Idealismus und etabliere stattdessen eine Bindung an Freunde und Freundeskreise, Fußballmannschaften und Popgruppen.

About a Boy oder Der Tag der toten Ente

Originaltitel: ABOUT A BOY

Komödie

Produktionsland: Großbritannien/USA/Frankreich
Produktionsjahr: 2002
Produktionsfirma: Tribeca/Working Title/Kalima/Studio Canal
Länge: 101 Minuten
FSK: ab 6; f
Erstauffuehrung: 22.8.2002/6.3.2003 Video & DVD
DVD-Anbieter: Universal

Darsteller: Hugh Grant (Will), Nicholas Hoult (Marcus), Toni Collette (Fiona), Rachel Weisz (Rachel), Sharon Small (Christine), Nat Gastian Tena (Ellie), Augustus Prew (Ali); Produzent: Jane Rosenthal, Robert De Niro, Brad Epstein, Tim Bevan, Eric Fellner, Hardy Justice, Nicky Kentish Barnes, Liza Chasin, Debra Hayward; Regie: Chris Weitz, Paul Weitz; Drehbuch: Peter Hedges, Chris Weitz, Paul Weitz; Kamera: Remi Adefarasin; Musik: Damon Gogh; Schnitt: Nick Moore; Vorlage: Nick Hornby

Quelle: wikipedia und Filmlexikon

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