Happy-Go-Lucky

Zu deutsch: Unbeschwert, sorglos leichtlebig. Das ist Pauline, genannt „Poppy“. Der heilignüchterne Zuschauer läuft Gefahr, den Film bereits kurz nach Beginn wieder abzuschalten. Als wäre sie permanent beschwipst, gluckst und kichert sich Poppy durch die Anfangsszenen und könnte einem damit prompt auf die Nerven gehen. Wer diesem ersten Impuls jedoch standhält, wird im weiteren Verlauf reichlich belohnt…

Der Tagesspiegel schrieb zur Aufführung anlässlich der Berlinale 2008:

Die demonstrierte gute Laune in „Happy-Go-Lucky“ aber muss sich gegen existenzielle Tragik behaupten; folglich ist auch das Ende nicht konfekthaltig happy, sondern schöner, weiter und offener.

Happy-Go-Lucky

Originaltitel: HAPPY-GO-LUCKY

Produktionsland: Großbritannien
Produktionsjahr: 2007
Produktionsfirma: Ingenious Film Partners/Potboiler Prod./Summit Ent./UK Film Council/Film4
Länge: 118 Minuten
FSK: ab 6; f
Erstauffuehrung: 3.7.2008/28.1.2009 DVD/13.2.2012 arte
DVD-Anbieter: Tobis (1:2,35/16:9/Deutsch DD 5.1/Engl.)

Darsteller: Sally Hawkins (Poppy), Alexis Zegerman (Zoe), Andrea Riseborough (Dawn), Sinéad Matthews (Alice), Kate O’Flynn (Suzy), Sarah Niles (Tash), Eddie Marsan (Scott), Joseph Kloska (Suzys Freund), Sylvestra Le Touzel (Heather); Produzent: Simon Channing-Williams, Georgina Lowe; Regie: Mike Leigh; Drehbuch: Mike Leigh; Kamera: Dick Pope; Musik: Gary Yershon; Schnitt: Jim Clark

Auszeichnungen

Berlin (2008, Beste Darstellerin (Silberner Bär) – Sally Hawkins)

Inhalt

Eine Londoner Grundschullehrerin Anfang 30 schlägt sich an der Seite ihrer Freundinnen mit unverbesserlichem Optimismus durch ihren nicht immer einfachen Alltag als berufstätige Frau. Vor allem an ihrem pedantischen, miesepetrigen Fahrlehrer droht ihre gutgelaunte Lebenshaltung zu scheitern. Mit einer brillanten Hauptdarstellerin, die die mitunter schrille, notorische Heiterkeit ihrer Figur subtil als schwierigen Balanceakt spürbar macht, entwirft Mike Leigh ein subtiles „Feel-Good-Movie“ der abgründigen Art über die Möglichkeit, in einer von Ängsten und diversen privaten und politischen Krisen gebeutelten Zeit glücklich zu sein und nicht den Lebensmut zu verlieren. (Auch O.m.d.U.; Kinotipp der katholischen Filmkritik)

Quelle: Filmlexikon

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