Defocus

I don’t want to see blazing sunsets with every blade of grass and every rock in uber-sharp definition; it’s too much for my eyes! I’d rather get a hint of a place, a glimpse of an atmosphere, and until quite recently when I discovered the work of Chris Friel and others of that impressionist photography genre I had always thought that was outside the remit of photography.

Cath Waters

Little Loss

(1)

ich goss mir den morgen ins glas.
auch die pupille schon flüssig, du warst
ein schnappschuss in meinem kopf.

was hast du? – als müsse man alles
begreifen / den aus der sonne
gelassenen korken, geschosse,

das licht, die berichterstattung.
und gestern schon wissen, was morgen

Sina Klein

Quelle: Fixpoetry

Jane Eyre

Ein zerstörtes Land. Weit ist der Blick. Aussicht gibt es keine. Baumlos, weglos ziehen sich braungrüne Hügel bis zum Horizont. Die Welt ist nass und leer. Lang kann die Apokalypse noch nicht her sein. Ist sie auch nicht für die Frau, die gerade ohne falsche Rücksicht auf ihren Rocksaum durch die Feuchtgebiete von Mittelengland flieht, als seien die Furien hinter ihr her.

Sie stolpert und fällt, sie bricht zusammen. Schön ist sie und streng. Ein Renaissancegesicht. Unbedingtheit zeigt es, eine stolze Einsamkeit umgibt es. Gefühle brauchen lang, bis sie durch den Marmor ihrer Züge brechen. Jetzt steht sie – Stimmen hörend, einsam – am nassen, kalten Ende der Welt.

Die erste Jane Eyre war Louise Vale

Jane Eyre heißt sie. Sie war eigentlich schon ziemlich oft hier. Keine Frau der Literaturgeschichte nämlich hat man im Kino und im Fernsehen derart häufig durch die postapokalyptischen Sümpfe Yorkshires flüchten sehen, vor den Trümmern ihres Lebens und ihrer Liebe zum finsteren Landlord Edward Fairfax Rochester, dem Herren von Thornfield Manor.

Zwei Dutzend Mal ist „Jane Eyre“, der 1847 erschienene präfeministische Schauer-, Gesellschafts- und Liebesroman der Charlotte Brontë, bisher verfilmt worden. Louise Vale war 1915 die erste „Jane, poor and plain“ (arm und einfach). Joan Fontaine floh 1943 vor dem finsteren Geheimnis von Orson Welles’ Rochester.

Charlotte Gainsbourg tat es ihr in Franco Zefirellis Version von 1996 nach (mit einem als Rochester bemerkenswert fehlbesetzten William Hurt im Nacken). Im Durchschnitt alle zehn Jahre stellt die BBC eine neue Fernseh-Jane an den Abgrund der mittelenglischen Moore.

Jane fällt wie ein Meteorit in die Sümpfe

Die hätte man dementsprechend wegen einer gewissen literarcineastischen Überinszeniertheit vorübergehend trockenlegen und sich eine gut 50-jährige Eyre-Pause gönnen können. Dass man genau das nicht getan und – kofinanziert von der BBC – den Amerikaner Cary Fukunaga an das von der Britin Moira Buffini umdramatisierte Buch gelassen hat, kann man nicht anders als einen Glücksfall nennen.

Fukunaga und Buffini lassen keinen Raum für die Frage nach dem Sinn ihrer neuen Version, nach der Modernität der alten Schauermär und halten sich gar nicht erst bei der Vorrede auf, nicht bei Janes Vor- und Leidensgeschichte. Sie brechen komplett mit der feinsäuberlichen Chronologie der Charlotte Brontë.

Und lassen Jane wie einen Meteoriten in die Sümpfe fallen. Sie ist einfach da. Einfach, arm und schön. Und mehr braucht es nicht, als einen Blick in Mia Wasikowskas im Halbdunkel der Sümpfe leuchtendes marmornes Gesicht, dass man nicht mehr lassen kann von der alten Geschichte, die in den folgenden zwei Stunden kein bisschen ältlich aussieht.

Der Film ist eine finstere Romanze

Allen Kitsch, alles Pathos haben Buffini und Fukunaga der brontëschen Schauermär genommen. Und ein sehr seltsames Kunststück hinbekommen: ein psychologisch tief gehendes Gothic-Stück nämlich, eine finstere Romanze über weibliche Selbstbehauptung, eine Liebesgeschichte als magnetischen Bienentanz über gesellschaftliche Grenzen und eine unüberwindlich scheinende Mauer aus Schicksal hinweg.

Merkwürdigerweise kommt einem der Sprung von Fukunagas Erstling, dem finsteren mexikanischen Drogenkriegsdrama „Sin Nombre“, ins viktorianische England gar nicht so riesig vor. Den stupenden Sinn für Erzählrhythmus, der schon „Sin Nombre“ auszeichnete, hat er sich jedenfalls bewahrt. Hier allerdings in seiner eher entschleunigten Form. Fukunaga arbeitet mit mehreren sich annähernden Zeitstrahlen.

Er erzählt von Janes Errettung aus dem Sumpf und ihrer Karriere als Dorfschullehrerin und in Rückblicken die Geschichte des Waisenkindes Jane Eyre, das mit geradezu heiliger Wahrheitsliebe, Klarheit und Direktheit ausgestattet ist – allesamt nicht gerade opportune Charaktereigenschaften in einem feindlichen Ziehelternhaushalt wie dem der grässlichen Mrs. Reed und ihrer Brut, beinahe noch weniger in einem bigotten, fundamentalistisch-christlichen Internat wie Lowood.

Wasikowska und Fassbender sind ein authentisches Paar

Fukunaga zeichnet dabei kein dickenssches Elendsgemälde, Lowood interessiert ihn nicht besonders, es wirkt verhältnismäßig kommod. Er skizziert die elende Welt der jungen Jane lediglich, braucht sie als Charakterhintergrund und als Erklärungsfolie für die wundersame Errettung am Ende.

Dabei konzentriert sich Fukunaga auf das Duell der beiden Eigensinnigen, die er ans Kaminfeuer von Thornton Manor setzt wie zum Schachspiel der Herzen und versteckten Leidensgeschichten – auf Edward Fairfax Rochester und Jane Eyre.

Und vielleicht sollte man tatsächlich eine 50-jährige Eyre-Sperre aussprechen, denn ein viel authentischeres Paar als die Australierin Wasikowska und den Deutsch-Iren Michael Fassbender wird sich in dieser Frist kaum finden lassen. Sie – zerbrechlich und stark, stolz und aufrecht, die Fleisch gewordene Unbedingtheit und Unabhängigkeit und endlich einmal so jung, endlich überhaupt, wie Jane bei Charlotte Brontë sein soll.

Schönheit ist kein Selbstzweck

Er – einer auf Messers Schneide, ein gefährlicher, gefährdeter Charakter, sprunghaft, erotisch, einer, der sich eine Maske aus Zynismus übergezogen hat, durch die wahre Gefühle ähnlich lange brauchen, bis sie sichtbar, lesbar werden, wie in Janes Marmorgesicht. Zwei große Liebende.

Ein schönes Paar. Überhaupt haben die Ästhetik- und Britishness-Berater der BBC wieder großartige Arbeit geleistet. Schön sieht das alles aus, aber nicht zu schön. Und die Schönheit ist kein Selbstzweck, keine Dekoration. Landschaften, Häuser, Zimmer sind Spiegel der Seele. Räume, die eigenhändig von Vermeer ausgeleuchtet zu sein scheinen.

Die Verfilmung ist liebevoll und elegant

Gesichter schälen sich im Kerzenlicht aus dem Dunkel heraus. Draußen ziehen die Jahreszeiten vorbei. Man meint, sie riechen zu können. Man lebt noch lang und gern in dieser wohlig schauernden Welt, in der es verborgene Räume und wahnsinnige Weggesperrte gibt.

Und am Ende wünscht man mal wieder, woanders geboren zu sein, auf der Insel nämlich. Weil man wohl nur in England eine derart respekt- und liebevolle, sinnliche und intelligente und elegante filmische Verbringung des literarischen Erbes in eine neue Zeit hinbekommt. Bei uns sieht das dann bestenfalls aus wie „Goethe!“, und das war schon schlimm genug. Vielleicht könnte man den Briten ja einen Deal vorschlagen: Wenn sie uns beibringen, wie man so was macht, setzen wir uns für ihren Verbleib in der EU ein. Sonst überlegen wir uns das noch mal.

Quelle: Welt Online

Jane Eyre (2010)

Originaltitel: JANE EYRE

Drama, Literaturverfilmung

Produktionsland: Großbritannien/USA
Produktionsjahr: 2011
Produktionsfirma: Focus Features/Ruby Films/BBC Films
Länge: 121 Minuten
FSK: ab 12; f
Erstauffuehrung: 8.9.2011 Schweiz/1.12.2011
Kinostart: 01.12.2011
Kinoverleih: Tobis/Elite (Schweiz)

Darsteller: Mia Wasikowska (Jane Eyre), Michael Fassbender (Edward Rochester), Judi Dench (Mrs. Fairfax), Sally Hawkins (Mrs. Reed), Jamie Bell (St John Rivers), Holliday Grainger (Diana Rivers), Tamzin Merchant (Mary Rivers), Imogen Poots (Blanche Ingram), Amelia Clarkson (Jane als Kind), Su Elliot (Hannah), Lizzie Hopley (Miss Abbot), Jayne Wisener (Bessie), Freya Wilson (Eliza Reed); Produzent: Alison Owen, Paul Trijbits, Mairi Bett, Faye Ward; Regie: Cary Joji Fukunaga; Drehbuch: Moira Buffini; Kamera: Adriano Goldman; Musik: Dario Marianelli; Schnitt: Melanie Ann Oliver; Vorlage: Charlotte Brontë

Inhalt

Adaption von Charlotte Brontës Roman um die Waise Jane Eyre, die als Gouvernante aufs Anwesen eines Adligen kommt. Dieser gibt sich zunächst schroff und unzugänglich, bevor er sich der unscheinbaren, aber selbstbewussten jungen Frau in Liebe zuwendet. Doch dem Glück steht ein düsteres Geheimnis aus der Vergangenheit des Hausherren entgegen. Elegant verbindet der Film Horror, Krimi, Liebes-, Psycho- und Emanzipationsdrama und fesselt als eine Lesart des viktorianischen Klassikers, die weniger auf die dramatischen Eckpunkte als auf die psychologische Durchdringung vor allem der weiblichen Hauptfigur setzt. Sowohl die Kamera als auch die Musik, vor allem aber die großartigen Darsteller machen die Gefühlswelten der Figuren dabei intensivst transparent.

Quelle: Filmlexikon

Happy-Go-Lucky

Zu deutsch: Unbeschwert, sorglos leichtlebig. Das ist Pauline, genannt „Poppy“. Der heilignüchterne Zuschauer läuft Gefahr, den Film bereits kurz nach Beginn wieder abzuschalten. Als wäre sie permanent beschwipst, gluckst und kichert sich Poppy durch die Anfangsszenen und könnte einem damit prompt auf die Nerven gehen. Wer diesem ersten Impuls jedoch standhält, wird im weiteren Verlauf reichlich belohnt…

Der Tagesspiegel schrieb zur Aufführung anlässlich der Berlinale 2008:

Die demonstrierte gute Laune in „Happy-Go-Lucky“ aber muss sich gegen existenzielle Tragik behaupten; folglich ist auch das Ende nicht konfekthaltig happy, sondern schöner, weiter und offener.

Happy-Go-Lucky

Originaltitel: HAPPY-GO-LUCKY

Produktionsland: Großbritannien
Produktionsjahr: 2007
Produktionsfirma: Ingenious Film Partners/Potboiler Prod./Summit Ent./UK Film Council/Film4
Länge: 118 Minuten
FSK: ab 6; f
Erstauffuehrung: 3.7.2008/28.1.2009 DVD/13.2.2012 arte
DVD-Anbieter: Tobis (1:2,35/16:9/Deutsch DD 5.1/Engl.)

Darsteller: Sally Hawkins (Poppy), Alexis Zegerman (Zoe), Andrea Riseborough (Dawn), Sinéad Matthews (Alice), Kate O’Flynn (Suzy), Sarah Niles (Tash), Eddie Marsan (Scott), Joseph Kloska (Suzys Freund), Sylvestra Le Touzel (Heather); Produzent: Simon Channing-Williams, Georgina Lowe; Regie: Mike Leigh; Drehbuch: Mike Leigh; Kamera: Dick Pope; Musik: Gary Yershon; Schnitt: Jim Clark

Auszeichnungen

Berlin (2008, Beste Darstellerin (Silberner Bär) – Sally Hawkins)

Inhalt

Eine Londoner Grundschullehrerin Anfang 30 schlägt sich an der Seite ihrer Freundinnen mit unverbesserlichem Optimismus durch ihren nicht immer einfachen Alltag als berufstätige Frau. Vor allem an ihrem pedantischen, miesepetrigen Fahrlehrer droht ihre gutgelaunte Lebenshaltung zu scheitern. Mit einer brillanten Hauptdarstellerin, die die mitunter schrille, notorische Heiterkeit ihrer Figur subtil als schwierigen Balanceakt spürbar macht, entwirft Mike Leigh ein subtiles „Feel-Good-Movie“ der abgründigen Art über die Möglichkeit, in einer von Ängsten und diversen privaten und politischen Krisen gebeutelten Zeit glücklich zu sein und nicht den Lebensmut zu verlieren. (Auch O.m.d.U.; Kinotipp der katholischen Filmkritik)

Quelle: Filmlexikon

About a Boy oder: Der Tag der toten Ente

No man is an island entire of itself; every man
is a piece of the continent, a part of the main;
if a clod be washed away by the sea, Europe
is the less, as well as if a promontory were, as
well as a manor of thy friends or of thine
own were; any man’s death diminishes me,
because I am involved in mankind.
And therefore never send to know for whom
the bell tolls; it tolls for thee.

John Donne

Zwei Wendungen aus dem Werk Donnes fanden Eingang in die Populärkultur: das sprichwörtliche Niemand ist eine Insel, das Thomas Merton als Buchtitel wählte, und Wem die Stunde schlägt als Titel eines Romans von Ernest Hemingway. Beide stammen aus demselben Absatz in Meditation XVII.

About a Boy beginnt mit einer Quiz-Show und der Frage nach dem Urheber des Zitats Niemand ist eine Insel. „Jon Bon Jovi“, meint  Will (Hugh Grant), „das weiß doch jeder.“ Bon Jovis Song Santa Fe beginnt schließlich mit der Zeile They say that no man is an island…

Der Film ging zwar als Sommerkömödie ins Rennen, in meinen Augen wäre er aber der ideale Weihnachtsfilm. Hugh Grant als homöopathische Dosis gegen das Stille-Nacht-Heilige-Nacht-Syndrom oder das Thatcher-Trauma der Briten. Für Philip French vom Guardian bringt About a Boy nämlich zwei Trilogien zusammen, die in den 1990er ihre Anfänge nahmen: Die Richard-Curtis-Filme Vier Hochzeiten und ein TodesfallNotting Hill und Bridget Jones, in denen Hugh Grant ebenfalls mitspielte, sowie die Nick-Hornby-Trilogie Fever PitchHigh Fidelity und About a Boy. Ihnen gemein sei die Vermeidung einer Lage-der-Nation-Polemik der Thatcher-Ära. Hier wende man sich ab von der Sorge um das Gemeinwesen und Politik, von Ehrgeiz und Idealismus und etabliere stattdessen eine Bindung an Freunde und Freundeskreise, Fußballmannschaften und Popgruppen.

About a Boy oder Der Tag der toten Ente

Originaltitel: ABOUT A BOY

Komödie

Produktionsland: Großbritannien/USA/Frankreich
Produktionsjahr: 2002
Produktionsfirma: Tribeca/Working Title/Kalima/Studio Canal
Länge: 101 Minuten
FSK: ab 6; f
Erstauffuehrung: 22.8.2002/6.3.2003 Video & DVD
DVD-Anbieter: Universal

Darsteller: Hugh Grant (Will), Nicholas Hoult (Marcus), Toni Collette (Fiona), Rachel Weisz (Rachel), Sharon Small (Christine), Nat Gastian Tena (Ellie), Augustus Prew (Ali); Produzent: Jane Rosenthal, Robert De Niro, Brad Epstein, Tim Bevan, Eric Fellner, Hardy Justice, Nicky Kentish Barnes, Liza Chasin, Debra Hayward; Regie: Chris Weitz, Paul Weitz; Drehbuch: Peter Hedges, Chris Weitz, Paul Weitz; Kamera: Remi Adefarasin; Musik: Damon Gogh; Schnitt: Nick Moore; Vorlage: Nick Hornby

Quelle: wikipedia und Filmlexikon

Slumdog Millionaire

Mumbai, 2006. Der in den Slums aufgewachsene Jamal Malik ist nur eine Frage vom Gewinn der 20 Millionen Rupien in der indischen Variante des Fernsehgewinnspiels „Wer wird Millionär?“ entfernt, da landet er im Folterkeller der Polizei, die hinter seinem Erfolg einen Betrug wittert. Wie hat er es bis zur 20-Millionen-Rupien-Frage geschafft?

A: Er hat betrogen.
B: Er hatte Glück.
C: Er ist ein Genie.
D: Es ist Schicksal.

Slumdog Millionaire

Originaltitel: SLUMDOG MILLIONAIRE

Drama

Produktionsland: Großbritannien/USA
Produktionsjahr: 2008
Produktionsfirma: Celador/Film4
Länge: 120 Minuten
FSK: ab 12; f
Erstauffuehrung: 22.1.2009 (Schweiz)/19.3.2009/8.10.2009 DVD & BD (Leih)/26.10.2009 DVD & BD (Special Edition)
DVD-Anbieter: Prokino/Eurovideo (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)

Darsteller: Dev Patel (Jamal Malik), Anil Kapoor (Prem Kumar), Saurabh Shukla (Sergeant Srinivas), Rajendrannath Zutshi (Direktor), Freida Pinto (Latika), (Polizeiinspektor); Produktion: Christian Colson; Regie: Danny Boyle, Loveleen Tandan; Drehbuch: Simon Beaufoy; Kamera: Anthony Dod Mantle; Musik: A.R. Rahman; Schnitt: Chris Dickens; Vorlage: Vikas Swarup

Auszeichnungen

Slumdog Millionär konnte 2009 acht der zehn Oscar-Nominierungen in Siege umsetzen, wobei nur neun Siege wegen der Doppelnominierung in der Kategorie „Bester Song“ möglich waren. In allen vier Nominierungssparten für den Golden Globe Award wurde er ausgezeichnet, gewann den British Academy Film Award und hat u. a. die British Independent Film Awards für die beste Regie, den besten Newcomer und den besten britischen Independentfilm erhalten.

Zuvor gelang es lediglich dem Film Schindlers Liste die Auszeichnungen in den Kategorien Best PictureDirector und Screenplay bei den Golden Globes, BAFTAs und den Oscars zu gewinnen

Inhalt

In Rückblenden rollt der Film die bewegte und bewegende Lebensgeschichte des Jamal Malik auf. Die Erzählung changiert zwischen packendem Sozialdrama, Gangsterfilm und Bollywood-Liebesgeschichte, wobei vor allem der Kontrast des idealisierten Helden mit einer realistischeren, ambivalenten Bruderfigur aus dem Stoff eine ebenso berührende wie kluge Reflexion über die Macht des Geldes und deren Grenzen macht.

Quellen: Filmlexikon und wikipedia

Tatsächlich… Liebe

London, zwei Monate vor Weihnachten. Parallel werden zehn verschiedene Geschichten erzählt, die sich alle an Heilig Abend vereinen. Jede Geschichte hat ein Thema: die Liebe.

Tatsächlich… Liebe

Originaltitel: LOVE ACTUALLY, Verweistitel: Tatsächlich… Liebe

Produktionsland: Großbritannien/USA
Produktionsjahr: 2003
Produktionsfirma: DANN/Working Title/Universal
Länge: 135 Minuten
FSK: ab 6; f
Erstauffuehrung: 20.11.2003/19.5.2004 Video & DVD
DVD-Anbieter: Universal (16:9, 2.35:1, DD5.1 engl./dt.)

Darsteller: Bill Nighy (Billy Mack), Gregor Fisher (Joe), Rory MacGregor (Ingenieur), Colin Firth (Jamie), Sienna Guillory (Jamies Freundin), Liam Neeson (Daniel), Emma Thompson (Karen), Rowan Atkinson, Heike Makatsch, Alan Rickman, Hugh Grant, Keira Knightley (Juliet); Produzent: Tim Bevan, Eric Fellner, Duncan Kenworthy; Regie: Richard Curtis; Drehbuch: Richard Curtis; Kamera: Michael Coulter; Musik: Craig Armstrong; Schnitt: Nick Moore

Die Rezeption dieser romantischen Komödie fällt allerdings unterschiedlich aus:Einige grob entwickelte Nebenhandlungsstränge umranken das episodisch entwickelte melodramatische Geschehen, können aber über die zynische Grundhaltung des Films, der vorbehaltlos auf den vorweihnachtlichen Starttermin ausgerichtet ist, nicht hinwegtäuschen.

Mit beeindruckender Sicherheit gelingt es Curtis, die ganze Bandbreite dieses wunderbaren und manchmal auch schrecklichen Gefühls Liebe auf die Länge eines Films zu verdichten, der das Zeug zum Weihnachtsklassiker hat. Merry Christmas!

Cinema

Einige grob entwickelte Nebenhandlungsstränge umranken das episodisch entwickelte melodramatische Geschehen, können aber über die zynische Grundhaltung des Films, der vorbehaltlos auf den vorweihnachtlichen Starttermin ausgerichtet ist, nicht hinwegtäuschen.

Filmlexikon

Der Regisseur selber, übrigens auch der Macher von „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ und „Notting Hill“, sagt dazu:

Lieber mache ich einen Film, den die meisten Zuschauer mögen und einige Kritiker nicht, anstatt einen Film, den die Kritiker mögen, aber keiner sehen mag.

Richard Curtis

Ich mag ihn auch. Das erste Mal mit Thomas im Jahr der Erstaufführung im Kinopolis Leverkusen gesehen. Daran erinnere ich mich, als wäre es gestern gewesen.

Der dritte Mann

Der Film erzählt seine düstere Geschichte in einem atemberaubenden Spiel von Licht und Schattenbildern. Der Schauplatz ist legendär und so morbide, wie eine Stadt aus dem Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges nur hervor gehen konnte. Filmkunst auf ihrem Höhepunkt:

Der dritte Mann

Originaltitel: THE THIRD MAN

Kriminalfilm, Thriller

Produktionsland: Großbritannien
Produktionsjahr: 1949
Produktionsfirma: London Film
Länge: 108 Minuten
FSK: ab 12; f
Erstauffuehrung: 6.1.1950/9.10.1965 ARD/18.11.1999 DVD/28.10.2005 DVD (SZ-Cinemathek)/3.11.2006 DVD (Premium Ed.)/16.
DVD-Anbieter: Kinowelt & SZ Cinemathek (FF, Mono engl./dt.)

Darsteller: Joseph Cotten (Holly Martins), Alida Valli (Anna), Orson Welles (Harry Lime), Trevor Howard (Calloway), Ernst Deutsch (Kurtz), Paul Hörbiger (Porter), Erich Ponto (Dr. Winkel), Hedwig Bleibtreu; Produzent: David O. Selznick, Alexander Korda, Carol Reed; Regie: Carol Reed; Drehbuch: Graham Greene; Kamera: Robert Krasker; Musik: Anton Karas; Schnitt: Oswald Hafenrichter

 Auszeichnungen: Cannes (1949, Großer Preis), Oscar (1951, Beste Kamera: SW – Robert Krasker)

Inhalt

Ein amerikanischer Schriftsteller im geteilten Nachkriegs-Wien auf der Spur eines zynischen Freundes, der den eigenen Tod inszenierte, um seine skrupellosen Schwarzmarktgeschäfte mit lebenswichtigen Medikamenten zu verschleiern. Nach einem Stoff von Graham Greene, stark beeinflußt durch seinen Star Orson Welles, inszenierte Carol Reed einen subtilen politischen Kriminalthriller, der durch die expressiv gefilmten Originalschauplätze und Karas‘ weltberühmtes Zither-Thema eine unverwechselbare Stimmung erhielt.

Quelle: Filmlexikon