Die Ratten

Ein Leuchtturm im deutschen Film der 50er Jahre. Selten gelang es so überzeugend, einen ernsten Stoff, künstlerische Ambitionen und populäres Starkino miteinander zu versöhnen wie in Die Ratten

Mit der Regie betraut Artur Brauner den aus Hollywood zurückgekehrten Robert Siodmak, der 25 Jahre nach seinem genialen Debüt mit Menschen am Sonntag wieder zum Hoffnungsträger des deutschen Films aufsteigt. Siodmak inszeniert Gerhart Hauptmanns Geschichte eines Menschenhandels im Stil des Film Noir. Wortkarg wandeln die Menschen durch eine Stadt voller Schatten, getrieben von falschen Hoffnungen und einer schwer lastenden Vergangenheit. Wucht und Härte des Films werden durch die großartige Besetzung noch verstärkt. Vor allem Maria Schell in der Rolle des verschreckten und verstörten Flüchtlingsmädchens ragt heraus. 1955 wurden Die Ratten auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Quelle: Deutsches Historisches Museum

Die Ratten

Literaturverfilmung

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1955
Produktionsfirma: CCC
Länge: 97 Minuten
FSK: ab 16; f
Erstauffuehrung: 6.7.1955/29.6.1964 ZDF

Darsteller: Maria Schell (Pauline Karka), Heidemarie Hatheyer (Anna John),Curd Jürgens (Bruno Mechelke), Gustav Knuth (Karl John), Ilse Steppat (Frau Knobbe); Produzent: Artur Brauner; Regie: Robert Siodmak; Drehbuch: Jochen Huth; Kamera: Göran Strindberg; Musik: Werner Eisbrenner; Schnitt: Ira Oberberg, Klaus M. Eckstein; Vorlage: Gerhart Hauptmann

Quelle: Filmlexikon

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