Liebe

Bei Peoplecheck sucht jemand nach Maria Karl Bobaj und die Maschine spuckt Februar | 2012 | Cool Pains aus. Ich kenne die Dame zwar nicht, und der Sachverhalt hätte mich auch nicht weiter beschäftigt, aber durch ihn bin ich über einen alten Blogeintrag gestolpert:

Liebe

Liebe
liegt in
der Luft, obwohl:
Love is in the
air, klingt auch schön. Ätherischer.
Im Deutschen raubt das t der
Luft die Leichtigkeit. Von Luft und Liebe
könnte man leben, wenn das kleine Klötzchen t
nicht wäre am Bein der Luft. Und das Los
der Leibhaftigkeit, das auch kein leichtes ist, das Leben, hier,
in einem Leib, während die leuchtenden Laken der Lust brach liegen.
Im letzten Licht des Tages liebäugeln sie mit der Leichtigkeit von Worten.

So geschehen, nachdem ich mich den ganzen Tag lang mit Platon rumgeschlagen hatte und noch über das Bett als Bühne bei Hopper und überhaupt in der Kunst nachdachte. Ich könnte eine Serie daraus machen.

Et voilà:

Abbas - Intimacy - 2012
Abbas, „Intimacy“ (2012)

Der Moment aber, aus dem heraus jene Zeilen entstanden sind, lässt sich leider nicht rekonstruieren. Fakt ist, heute würden sie mir nicht mehr einfallen. Während die leuchtenden Laken der Lust brach liegen… das tun sie zwar, keine Frage, vor fünf Jahren jedoch, da glaubte ich noch an den Zahlenwert der von Bowie besungenen magischen Five Years.

Am nächsten Tag dann die Nachricht von seinem Tod… als breche ein Stück eigenes Leben weg. Endgültig. Und für immer.

Liebe

Liebe

liegt in

der Luft, obwohl:

Love is in the

air, klingt auch schön. Ätherischer.

Im Deutschen raubt das t der

Luft die Leichtigkeit. Von Luft und Liebe

könnte man leben, wenn das kleine Klötzchen t

nicht wäre am Bein der Luft. Und das Los

der Leibhaftigkeit, das auch kein leichtes ist, das Leben, hier,

in einem Leib, während die leuchtenden Laken der Lust brach liegen.

Im letzten Licht des Tages liebäugeln sie mit der Leichtigkeit von Worten.