Mittwoch, 08. Februar 2012

Man kommt immer da an, wo man erwartet wird, las ich sinngemäß irgendwo die Tage. Auf die wesentlichen Begegnungen im Leben trifft das wohl zu, warum sollte dieser schöne Satz nicht auch für die Arbeitssuche gelten, dachte ich mir. Nach der gestrigen Absage fühlte ich mich wie befreit. Das Hoffen und Bangen der letzten Wochen hatte mich geradezu gelähmt. Als ich endlich wusste, was Sache war, war ich plötzlich wieder imstande, ein paar Telefonate zu tätigen und drei neue Bewerbungen aufzusetzen. Die erste positive Reaktion ereilte mich gleich heute, während ich mit Vicky in der Cafébar ein spätes Frühstück einnahm.

Gestern war sie auf die glorreiche Idee gekommen, sich den Vormittag frei zu nehmen, um gemeinsam mit ihrer in diesen Dingen noch nachlässigeren Mutter die längst überfällige Ummeldung auf dem Einwohnermeldeamt zu erledigen und mich anschließend zum Essen einzuladen. Das Mädel im Meldeamt klärte uns dahingehend auf, dass die Ummeldung eigentlich innerhalb einer Woche zu erfolgen gehabt hätte, dass sie aber so gerade eben noch ein, um nicht zu sagen beide Augen zudrücken könne. Wohlweislich hatten Vicky und ich uns schon im Vorhinein darüber verständigt, den Umzug sicherheitshalber vorgeblich auf den 01.01.2012 zu datieren. Ein ruppigerer Beamter hätte uns auch eine ordentliche Ordnungsstrafe aufbrummen können.

Als wir also anschließend gemütlich im Warmen der Cafébar saßen und abwechselnd in unsere Gespräche und in den Anblick des von der Sonne ausgeleuchteten klirrend kalten Wintertages draußen vor der Tür vertieft waren, klingelte mein Handy, und es meldete sich der Herr von der Firma G., um mich für nächste Woche Mittwoch, 10 Uhr zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen. Ausgerechnet auf die Bewerbung eine erste Reaktion, die ich mit den meisten Skrupeln versehen gestern zur Post gegeben hatte. Eine relativ anspruchsvolle Buchhalterstelle, direkt der kaufmännischen Leitung unterstellt, von der ich mir nicht einmal sicher bin, ob ich sie überhaupt auszufüllen imstande wäre. Fachlich eigentlich genau das, was meiner Berufserfahrung bis dato entsprechen würde. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Von meinen Zweifeln werde ich nächsten Mittwoch nicht einen einzigen durchblicken lassen. Zumindest darin bin ich gut.

War das schön, meinte Vicky, als wir uns um 12 Uhr verabschiedeten, sie zur Arbeit und ich in den Park. Ein bisschen wie Urlaub. Mehr als dieses In-den-Tag-hinein-leben, worin ich zwar Meister bin, das aber nicht jeden Tag auch Urlaubsgefühle in mir zu wecken vermag.

Montag, 24.10.2011

Ein stürmischer Föhn fegte heute jede Menge trocken Laub von den Bäumen und die Menschen in Schieflage vor sich her. Die Fleischrote Rosskastanie ist schon ganz kahl. Blätter trägt sie keine mehr, aber wenn man genau hinschaut, stecken ein paar frisch aufgegangene Blüten wie Kerzen auf den nackten Zweigen. Ihre Gemeinen Gefährtinnen wirken, als hätten sie ihre rauschenden rostigen Blätterkleider noch einmal eiligst zusammengerafft und bäten zu einem allerletzten Tanz auf dem goldenen Oktoberparkett.

Japanische Wildkirsche

Hanami (jap. 花見, „Blüten betrachten“) ist die japanische Tradition, in jedem Frühjahr mit sogenannten „Kirschblütenfesten“ die Schönheit der in Blüte stehenden Kirschbäume (jap. 桜, sakura) zu feiern.

Die Aspekte der Schönheit und der Vergänglichkeit sprechen Japaner dabei besonders an. Ohne Früchte zu tragen, lebt die Kirsche gewissermaßen einzig für die wenige Tage im Jahr andauernde Blütezeit und fällt im Moment vollendeter Schönheit ab.

Ländlicher Raum

Zuckerrübenhaufen

Maisfeld

…und was davon noch übrig ist.

Der nächste März kommt bestimmt.

Schwammerl

Wegmarke

Treppe rauf zur Schleuse

Schleuse

Schilderbaum

Treppe runter zur Donau

Guckst du..;-)

Schutzraum

Vorher

Nachher

Blick von der Donaubrücke gen Westen


Sonntagsausflug

Gilbhard im Park

Durchgesessen

Ostdeutsche Galerie

Große Fußwaschende

Fahnenstrickinstallation

Spidronized Archimedean Solids

Licht und Schattenstruktur


Sonnenschein und lange Schatten

Hell und Dunkel

Eingewachsen

Anschmiegsam

Eingebettet

Altes Kreuz und junger Baum

Portal der Schottenkirche St. Jakob


Hinterhof der Dreieinigkeitskirche