Malerinnen / Romaine Brooks

Eine schöne Frau malt schöne Frauen. In sämtlichen Nuancen zwischen reinem Weiß und reinem Schwarz. Grau, grau, grau ist alles, was ich liebe… schimmernd, strahlend, so die eigentliche Bedeutung des althochdeutschen grāo dereinst. Die Bilder der Romaine Brooks changieren zwischen Widersprüchen. Ihre Frauen leuchten wie Solitäre auf der Leinwand. Einzigartig einsam oder unabhängig oder beides. Unberührbar in ihrer Strenge und dabei unendlich sanft eingebettet in all die Zwischentöne, die Romaine Brooks mit ihrer unbunten Palette zum Klingen bringt.

Romaine Brooks, "Renata Borgatti Au Piano" (1920)
Romaine Brooks, „Renata Borgatti at the Piano“ (1920)