Blanketing Space

Zu Kiki Smiths Triptychon siehe bei der Mützenfalterin: „Kiki Smith – Sky, Earth, Underground“.

Mich erinnert es unwillkürlich an die Bilder von Éduard Vuillard, der sich in den 1890er Jahren von Tapisserien inspirieren ließ. Er malte seine Bilder als würde er sie weben. Interieurs, die seine Mutter und Schwester bei der Hausarbeit zeigen oder Näherinnen bei ihrer Arbeit in einer der Korsettwerkstätten jener Zeit. Sie werden durch gemusterte Tapeten konturiert, ja, scheinen daraus hervorzutreten oder darin zu verschwinden, was den vermeintlichen Alltagsszenen eine zuweilen unheimliche Atmosphäre verleiht.

„What is behind it?“,  fragt Charles Simic in seinem Gedicht Tapestry.  – „Space, plenty of empty space.“ Aber während Kiki Smith von diesen Räumen dahinter erzählt, scheint es aus denen von Éduard Vuillard kein Entrinnen zu geben.
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Red Riding Hood

Long ago
there was a strange deception:
a wolf dressed in frills,
a kind of transvestite.
But I get ahead of my story.

Those two remembering
nothing naked and brutal
from that little death,
that little birth,
from their going down
and their lifting up.

Anne Sexton, „Red Riding Hood“

Und wunderbar weitergedacht: Die Mützenfalterin über das Schlüpfen aus der Haut eines Wolfes…