Ein neues Land

Ankunft im Hafen

„Ein Großteil der künstlerischen Arbeit besteht darin, loszulassen, fast schon zu träumen“, sagt der australische Schriftsteller und Illustrator Shaun Tan. „Dann kommen Gefühle zutage, von denen du vielleicht gar nicht weißt, dass du sie hast. Sie gehen in das Bild ein – was mich genauso überrascht wie andere Menschen. Aber darauf kann ich nicht unbedingt hinarbeiten. Bilder denkt man sich nicht vorher aus, sie werden beim Zeichnen gedacht. Es wird in dem Moment schwierig, in dem du versuchst, einen bestimmten Zweck zu verfolgen. Wenn du zu genau weißt, was du möchtest, dann scheiterst du leicht. Aber wenn du spielerisch an die Sache herangehst, wenn du es auf glückliche Zufälle anlegst, dann wird auch etwas Interessantes dabei herauskommen.“

Sein bislang bekanntestes Buch, „Ein neues Land“ („The Arrival“), im Carlsen Verlag erschienen, erzählt ausschließlich in Bildern eine klassische Migrantengeschichte:

The Arrival is a migrant story told as a series of wordless images that might seem to come from a long forgotten time. A man leaves his wife and child in an impoverished town, seeking better prospects in an unknown country on the other side of a vast ocean. He eventually finds himself in a bewildering city of foreign customs, peculiar animals, curious floating objects and indecipherable languages. With nothing more than a suitcase and a handful of currency, the immigrant must find a place to live, food to eat and some kind of gainful employment. He is helped along the way by sympathetic strangers, each carrying their own unspoken history: stories of struggle and survival in a world of incomprehensible violence, upheaval and hope.“

Papiersegler

Quelle: kulturzeit und Shaun Tan