Daphne

Daphne (griechisch Δάφνη „Lorbeer“), eine Bergnymphe der griechischen Mythologie und Priesterin der Mutter Erde, soll eine Tochter des Flussgottes Peneios in Thessaliengewesen sein (in einer anderen Version Tochter des Flussgottes Ladon in Arkadien). Wie die Göttin Artemis war sie eine jungfräuliche Jägerin.

Mythos: Als Apollon den Liebesgott Eros als schlechten Schützen verspottete, rächte sich dieser, indem er einen Liebespfeil mit einer goldenen Spitze auf ihn und einen mit bleierner Spitze auf Daphne abschoss. Apollon verliebte sich unsterblich in Daphne, während diese, von einem genau das Gegenteil bewirkenden Pfeil Eros’ getroffen, für jene Liebschaft unempfänglich wurde. Als Apollon Daphne bedrängte, floh sie. Erschöpft von der Verfolgung Apollons flehte sie zu ihrem Vater Peneios, dass er ihre – den Apollon reizende – Gestalt wandeln möge. Daraufhin erstarrten ihre Glieder und sie verwandelte sich in einen Lorbeerbaum. Der Lorbeer war Apollon seither heilig. Zum Gedenken an Daphne trug er einen Lorbeerkranz bzw. eine mit Lorbeer geschmückte Leier.

Daphne in den Metamorphosen von Ovid: „Daphne fordert ihren Vater Peneios zur Verwandlung auf, um „gerettet“ zu werden. Eine schwere Taubheit fährt in ihre Glieder. Zarte Rinde umschlingt ihre weichen Brüste, die Haare werden zu Blättern und die Arme wachsen zu Zweigen empor. Daphnes Füße erstrecken sich ins Erdreich und werden zu Wurzeln, ihr Antlitz verliert sich im Blätterdach. Schließlich bleibt nur noch ihre Schönheit zurück. Apoll (hier: Phoebus) berührt sie (nun in Gestalt des Baumes) und fühlt noch ihr Herz schlagen. Er will sie küssen, aber sie weicht, nun als Baum, noch immer zurück.“

(Quelle: wikipedia)

Daphne von Markus Lüpertz in der Ostdeutschen Galerie in Regensburg:


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Apollon

Apollon (altgriechisch: Ἀπόλλων, lateinisch: Apollo, deutsch: Apoll) war in der griechischen und römischen Mythologie der Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der sittlichen Reinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und der Künste, insbesondere der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs; außerdem war er der Gott der Bogenschützen. Als Sohn des Zeus und der Göttin Leto gehörte er wie seine Zwillingsschwester Artemis zu den Olympischen Göttern, den zwölf Hauptgöttern des griechischen Pantheons. Das Heiligtum in Delphi, die bedeutendste Orakelstätte der Antike, war ihm geweiht.

(Quelle: wikipedia)


Sitalkas

Thou art come at length

More beautiful

Than any cool god

In a chamber under

Lycia’s far coast,

Than any high god

Who touches us not

Here in the seeded grass.

Aye, than Argestes

Scattering the broken leaves.

H. D.

(Quelle: http://www.poets.org)


Apollon von Markus Lüpertz in der Ostdeutschen Galerie Regensburg:


Ganymed

Ganymed, auch Ganymedes (griechisch Γανυμήδης [Ganymếdês] „der Glanzfrohe“, römisch: Catamitus), ist in der griechischen Mythologie ein Sohn des trojanischen Königs Tros, Bruder des Assarakos und des Ilos, und der „Schönste aller Sterblichen“. Er wurde von Zeus geliebt.

Mythos: Als Hirtenknabe wurde er von Zeus auf den Olymp entführt, damit er dort Mundschenk für die Götter sei und ewig dort lebe. In dieser Aufgabe löste er Hebe, die Tochter des Zeus und der Hera, gegen den Willen Heras ab. Auch Eos soll Ganymed entführt haben, Zeus nahm ihn ihr weg. Die Ganymed-Sage wurde in der Antike unterschiedlich dargestellt: Zuerst findet man sie in der Ilias von Homer, aber auch Vergil und Ovid erzählen die Geschichte. In einer Darstellungsweise wird Ganymed durch einen Sturm, in einer anderen Version durch Zeus selbst, der sich in einen Adler verwandelt hatte, vom Berge Ida in Phrygien auf den Olymp entführt. Die Gestalt des Adlers und auch Ganymed wurden nach einer Überlieferung von Zeus als Sternbilder an den Himmel versetzt, Ganymed dabei als Tierkreiszeichen Wassermann.

Quelle: wikipedia

Aber was hat es mit dem Huhn auf sich?

Die Wassermann-Thematik wird durch den Vogel symbolisiert; er ist eigentlich nicht von hier, sondern ein Himmelsbewohner. Das stimmt aber nicht. Und damit sind wir mitten im Thema: „Mit dem stimmt doch was nicht, der hat doch einen Vogel!“ Solche oder ähnliche Einschätzungen muss man als Wassermann gelegentlich auf sich ziehen, sonst stimmt wirklich was nicht. Ist es die Aufgabe des Zwillings, die Welt in Atem zu halten und zu beleben, indem er geistig rege immer wieder ein neues Argument in die Waagschale menschlicher Wahrheitssuche wirft, und ist es gleichzeitig die Aufgabe von Waage, immer wieder einen Ausgleich, eine Synthese zu bewerkstelligen, so fällt dem Wassermann, dem zentralen Luftzeichen, die Aufgabe zu, die Antithese zu formulieren, das Noch-nie-Dagewesene, das, was sich bisher keiner vorstellen konnte, aus dem Luftreich des Geistes auf die Erde zu holen, so dass sich immer wieder von neuem Unteres mit Oberem, Denkbares mit Undenkbarem vermählen muss und kann.

Hierzu eine Geschichte: Ein Indianer kommt auf einer seiner vielen Wanderungen an einer Hühnerfarm vorbei. Zwischen den Hühnern entdeckt er einen Adler, der pickt und scharrt wie ein Huhn. Er erkundigt sich deshalb bei dem Farmer, ob dieser ihm das Tier verkaufen wolle. Der Mann erklärt ihm, dass er es umsonst haben könne; er sei froh, es los zu sein, da es nur Futter fresse und keine Eier lege. Der Indianer nimmt sodann das vermeintliche Huhn mit. Unterwegs schließt er Freundschaft mit dem Hühneradler und erzählt ihm Geschichten von den großen heiligen Vögeln seines Stammes. Der Indianer will seinem Freund helfen, sich wieder daran zu erinnern, dass er ein Adler ist und kein Huhn; dazu geht er mit ihm auf einen hohen Berg mit einem steilen Abhang. Am Tag darauf ist es so weit, er schleudert den Hühneradler über dem Steilhang in die Luft; dieser kann aber seine Flügel nicht bewegen und stürzt in die Tiefe. Erst knapp über dem Boden breitet er endlich seine Schwingen aus und fliegt. Der Indianer tanzt und lacht vor Freude und sein Freund steigt zu ihm auf, um sich von ihm zu verabschieden; dabei streift er mit einer Adlerschwinge fast sein Kopfhaar. Viele von uns leben wie Hühner, obwohl sie eigentlich Adler sind.

Claus Riemann, „Eine ausführliche Beschreibung des Tierkreiszeichen Wassermann“

Ganymed von Markus Lüpertz in der Ostdeutschen Galerie Regensburg: