Beetlemania

Jan Fabre zum Zweiten: Ich bin wie du sein wirst…

„Totenkopf mit Wellensittich“, 2000

„Heaven of Delight“, 2002

Zeitgleich zu den „Jahren der Blauen Stunde“ im Kunsthistorischen Museum in Wien präsentiert jetzt das Kröller-Müller-Museum im niederländischen Otterlo eine Jan-Fabre-Retrospektive:

Ein ganzer Raum ist der Auseinandersetzung Fabres mit der blutigen belgischen Kolonialgeschichte im Kongo gewidmet. Er hat die Decke des königlichen Palais in Brüssel noch einmal wiederholt und sie auf die Erde gelegt. Auch hier hat Fabre eine neue Farbe für die Kunst entdeckt, die sich nicht festlegen lässt: Käferpanzer. Je nach Lichteinfall und Blickpunkt verändern sich die Farbwerte der abertausend Skarabäen-Hüllen. Die Schlachtfelder aus verschiedenen Bienenwachsen, bestückt mit Käfern aller Art, verweisen auf den berühmten Urgroßvater des Künstlers: den Insektenforscher Jean Henry Fabre, der mit seinem Werk den Käfern ein literarisches und wissenschaftliches Denkmal setzte.

 

Quelle: Kulturzeit

Homo Faber

Zwei riesige Seidenvorhänge sind mit blauen Bic-Kugelschreibern bearbeitet. Teure Seide trifft auf billiges Alltagsmittel und verzaubert durch die Farbänderung je nach Blickwinkel und Lichteinfall. „Die Jahre der Blauen Stunde“ heißt die Ausstellung im Kunsthistorischen Museum in Wien, deren Werke zwischen 1986 und 1990 entstanden sind.

Hinter jedem Gemälde befindet sich eine Zeichnung. Jedem Gemälde geht eine Zeichnung voran und sei sie nur erdacht…

„Materialisierung der Sprache“, 1987

„Tanz zur Blauen Stunde“, 1989

„Schloss Rivoli“, 1991 

Quelle: Kulturzeit