Willst du das Unsichtbare fassen…

Worauf es mir in meiner Arbeit vor allem ankommt, ist die Idealität, die sich hinter der scheinbaren Realität befindet. Ich suche aus der gegebenen Gegenwart die Brücke zum Unsichtbaren – ähnlich wie ein berühmter Kabbalist es einmal gesagt hat: „Willst du das Unsichtbare fassen, dringe, so tief du kannst, ein – in das Sichtbare.“ Es handelt sich für mich immer wieder darum, die Magie der Realität zu erfassen und diese Realität in Malerei zu übersetzen. – Das Unsichtbare sichtbar machen durch die Realität. – Das mag vielleicht paradox klingen – es ist aber wirklich die Realität, die das eigentliche Mysterium des Daseins bildet!

Max Beckmann, Tagebuch 1938

Gesehen in der Ausstellung „Monster. Fantastische Bilderwelten zwischen Grauen und Komik“ im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg.

Geburtstagsgeschenke

Den Film erstmals im November 2005 auf arte gesehen…

Damals war die Musik von Miles Davis noch ein Buch mit sieben Siegeln für uns, was in dem Zusammenhang gar kein so abwegiges Bild ist. Die Apokalypse nach Johannes nimmt mit dem Öffnen der sieben Siegel an einer beidseitig beschriebenen Buchrolle durch das Lamm Gottes ihren Lauf. Das Brechen des letzten besiegelt sprichwörtlich das Ende der Welt. Sie wird durch sieben Engel mit Posaunen und einem achten mit dem Rauchfass verheert…

(Quelle: wikipedia)

Nun spielte Miles Davis nicht Posaune sondern eine goldene Trompete und sah nicht eben aus, wie man sich gemeinhin einen Engel so vorstellt, aber etwas Apokalyptisches im Sinne einer Offenbarung hat die Beschäftigung mit seiner Musik zwischenzeitlich durchaus gewonnen…

Download Miles Davis, „Generique“

1863-1944

„Bilder vom Leben und vom Tod“

Ich habe die Linien und Farben gemalt, die mein inneres Augen berühren. Ich malte aus dem Gedächtnis, ohne etwas hinzuzufügen, ohne die Details, die ich nicht mehr vor Augen hatte. Daher die Einfachheit der Gemälde – die offenkundige Leere. Ich habe die Eindrücke meiner Kindheit gemalt. Die trüben Farben eines vergangenen Tages.

Edvard Munch

Edvard Munch

„Aus meinem verwesenden Körper sollen Blumen wachsen, und ich bin in ihnen und das ist Ewigkeit.“

„Separation“

Öl auf Leinwand, 1900

Separation II (Breaking away / Parting)

Lithographie, 1896