Augusto Giacometti

Augusto Giacometti (1877–1947) malte ab 1910 mehrere grossformatige Ölbilder, die aus kleinen, pastosen Farbtupfern bestehen, die wie frei auf der Maloberfläche fliessen. Das Werk «Fantasie über eine Kartoffelblüte» entbehrt jeder Kontur und verzichtet auch auf Räumlichkeit im traditionellen Sinne. Es setzt sich ausschliesslich aus grösseren und kleineren Ansammlungen weisser, gelber, lila, violetter und grüner Flecken zusammen. Der Künstler verlässt sich ganz auf die Intensität und Materialität der Farben, um in uns die Idee eines sanft im Wind wogenden, blühenden Kartoffelfeldes hervorzurufen. Augusto Giacometti gehörte zu den ersten Künstlern des 20. Jahrhunderts, welche der Malerei nahezu völlige Autonomie einräumten und den Schritt in die Ungegenständlichkeit wagten.

Quelle: Bündner Kunstmuseum

Augusto Giacometti (1877-1947), „Fantasie über eine Kartoffelblüte“ 1917

„Garten in Stampa“ 1946

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