Autoportraits

Was ein Selbstportrait eigentlich sei, fragt sich Bernard Plossu in seinem Buch Autoportraits 1963-2012. Ein echtes Erinnerungsstück an einen bestimmten Moment in der Zeit oder nicht mehr als ein eitles Souvenir aus ihrem unerbittlichen Lauf, der nur ein Ziel kennt: das Ende. Um sich dem zu stellen, braucht es sowohl Nähe als auch Distanz zum Ich. Nicht zu vergessen eine Prise Selbstironie. Oder, um es mit Jean Cocteau zu sagen: „Die Spiegel täten gut daran, sich ein wenig zu besinnen, ehe sie die Bilder zurückwerfen.“

Für einen 18jährigen ist das jedenfalls ein beachtliches Selbstportrait, wie ich finde, während Dieter Appelt mit 42 natürlich ganz anders an die Sache rangeht.

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