Fußnote

Es gibt sie wirklich, diese blauen Eier. Die Wanderdrossel legt sie. Obwohl sie mit dem einheimischen Rotkehlchen weder verschwägert noch sonstwie verwandt ist, wird sie auf dem nordamerikanischen Kontinent, wo sie zu den bekanntesten Vogelarten zählt, als American Robin (= Amerikanisches Rotkehlchen), Red Robin oder schlicht als the Robin bezeichnet. Nach der blauen Farbe ihrer Eier ist sogar ein Farbton benannt, the Robin Egg Blue.

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Zitronenfalter

Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)

Insekt des Jahres 2002

Weil sie ihre Flügel in Ruhe sofort zusammenklappen, sind die Flügeloberseiten bei lebenden Faltern so gut wie nie zu sehen.

Die Weibchen legen ihre Eier meist einzeln oder paarweise, seltener in Gruppen an den sich öffnenden Knospen ihrer Futterpflanzen an. Die Raupen ruhen auf der Mittelrippe der Blattoberseite und sind dort perfekt getarnt. Sie fressen die Blätter vom Rand nach innen ab, die Verpuppung erfolgt meist waagerecht an Ästchen hängend als Gürtelpuppen, die wie alle Gürtelpuppen zusätzlich mit einem feinen Faden befestigt sind. Die Tiere überwintern als einzige mitteleuropäische Schmetterlingsart als Falter ohne Schutz, frei in der Vegetation. Entweder sie sitzen dabei auf Zweigen oder zwischen trockenem Laub auf dem Boden.Mit Hilfe von Glycerin, Sorbit und Eiweißstoffen gelingt es ihnen, den Gefrierpunkt der Körperflüssigkeiten derart zu senken, dass sie Temperaturen von bis zu minus 20 Grad schadlos überstehen können. An warmen Wintertagen können sie kurzzeitig aktiv sein, in der Regel verharren sie aber über den gesamten Winter hinweg an ihrem Platz, sogar wenn sie komplett von Schnee bedeckt werden. Im zeitigen Frühjahr ist der Zitronenfalter dann wieder dort aktiv, wo seine Wirtspflanzen wachsen. Die Eiablage findet im April statt. Damit ist der Lebenszyklus des Zitronenfalters abgeschlossen.

Die Raupen ernähren sich von den Blättern des Faulbaums (Frangula alnus) und Purgier-Kreuzdorns (Rhamnus cathartica) sowie von anderen Kreuzdornarten.

Quelle: wikipedia