Die Aufgabe zu erinnern statt zu vergessen

Bilder unterbrechen nicht den Zeitfluß, sie machen ihn nur reißender. Reißerischer würde Marlies sagen. Mag sein, daß die Photos bleibende Präparate von Querschnitten durch die Zeit waren, sie fraßen einen aber auch von innen auf, waren Würmer, die sich fortpflanzten.

Torturen dauerhafter Wiederbelebung.

Sabine Gruber, „Daldossi oder Das Leben des Augenblicks“

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9 Gedanken zu “Die Aufgabe zu erinnern statt zu vergessen

    1. Alles von ihm geht unter die Haut… deshalb kann ich ihn auch nur in homöopathischen Dosen verarbeiten. Danke für Deinen Kommentar und herzliche Grüße an Dich, Ulli!

      1. stimmt! Ich habe einmal eine Gesamtausstellung mit ihm im Hamburger Bahnhof in Berlin gesehen, angenehm war dort die Höhe und Weite der Räume, wie für seine Bilder gemacht, es gab Platz zum atmen …

  1. „Präparate von Querschnitten“… das erinnert mich an Roland Barthes und seine großartige Idee eines „punctum“, das uns aus manchen Photographien anblickt; jenes überraschende und ungewohnte oder inkongruente Detail, das sich nicht fügt, sich nicht in das Ganze integrieren lässt, schorfig absteht, und ein unheimliches Gefühl im Betrachter erzeugt. (Barthes, „Die helle Kammer“)

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