Aging Actress

This is the last time I do this. I’m so sick of using myself, how much more can I try to change myself? … It’s the most sincere thing I can do.

Cindy Sherman

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17 Gedanken zu “Aging Actress

    1. Die Art und Weise, wie sie in immer andere Rollen schlüpft, wirkt auf mich eher hart, irgendwie unerbittlich… ungefähr so wie Anne Sexton schreibt: „…the sea swings in like an iron gate…“.

    1. Danke, Dergl. Was ich hier mache, hat natürlich immer etwas mit meiner jeweiligen Befindlichkeit zu tun. Irgendwas ist ist ja immer, und so lange sich Mittel und Wege ergeben, werden ich hier weiter rumpuzzeln…

      1. Ich bin ehrlich: Ich glaube nicht, dass man solche „Sammlungen“ (sage ich jetzt mal so) so wie du hier kuratierst außerhalb der eigenen Befindlichkeit machen kann. Das erfordert ja viel mehr Gedanken, Beschäftigung und „Arbeit“ als wenn man zum Beispiel auf diesem tumbl.-Netzwerk rasch ein Bild rebloggt oder so was (ich habe einige tumblr.s im Reader und war früher auch selber da, daher weiß ich, dass es dort sehr schnell gehen kann etwas zu „kuratieren“. Oder puzzlen, wie du es nennst.

        1. Nochmals: Danke Dir! Deine Wertschätzung bedeutet mir sehr, sehr viel. Tumblr, ja, ich denke da immer an eine Schleuder. Wie Twitter… alles viel zu schnell.

  1. Manchmal klingt der Gebrauch des Wortes „alternd“ (hier: aging), so, als sei dies das Hauptmerkmal eines Menschen und zugleich seine alles bestimmende Tätigkeit.
    Ich befürchte, dass das zumindest im Leben einer (schönen) Frau für die Jahre zutrifft, in denen sich der Übergang zum Altsein vollzieht.
    Wie erleichternd muss es sein, wenn endlich das ganze Gesicht in Falten liegt und es sich nicht mehr lohnt einen Krieg gegen den eigenen Verfall zu führen.

    Bild/ Text, wie immer toll augewählt!

    1. Mit dem Altern geht ja nicht nur der äußere Verfall vonstatten, der mich – ehrlich gesagt – viel weniger beschäftigt und betrübt, als all die anderen Begleiterscheinungen… wie zum Beispiel, langsamer zu werden, was ja physiologisch gesehen eine Tatsache ist. Das Gefühl, der Zeit hinterherzuhinken, kommt also nicht von ungefähr. Außerdem fällt mir auf, dass graues Haar und Falten eine „alte“ Ausstrahlung weitaus weniger befördern als ein müder Geist oder die Art, wie sich ein Mensch bewegt. Ich stelle mir vor, dass die Energie, die ich in den Krieg gegen den eigenen Verfall stecke, mir an anderer Stelle fehlt. Kürzlich sah ich drei Frauen, alle mehr oder weniger in meinem Alter; die jüngste von ihnen hatte es offensichtlich noch nicht nötig, ihr Haar zu färben, und die mit dem gefärbten Haar sah am ältesten aus. Wer die tollste Ausstrahlung hatte und am jugendlichsten wirkte, war die mit der komplett ergrauten wilden Mähne..:-)

      1. Über Deine Antwort denke ich nun schon einige Tage nach. Da ich von Grund auf ein sehr beschleunigter und angetriebener, rastloser Mensch bin, ist für mich die Begleiterscheinung das Langsamerwerdens eher etwas angenehmes. Je älter ich werde, umso mehr komme ich zur Ruhe (wenn das Leben der Katastrophenchronistin mich lässt).
        Der Krieg gegen den egenen Verfall, da stimme ich Dir zu, kostet zuviel Energie, von der es nicht mehr grenzenlos viel gibt. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Frau mit der wilden Mähne die tollste Ausstrahlung hatte. vermutlich mochte sie sich so, wie sie ist.

  2. Vielleicht ist das der Denkfehler, dass man sich nicht ändern muss, sondern man fühlt und denkt vielleicht noch gleich, aber man wirkt verändert auf das Umfeld, eben auf das altern bezogen. Dann kann man auch andere Dinge tun. Schön zu sehen an denen die sich nicht ändern wollen, die gleich bleiben wollen, bleiben in der ewigen Jugend. Das ist viel anstrengender.
    Andererseits möchte ich Frau Sherman keinen Denkfehler unterstellen.
    Wenn ich mir dann also das Zitat im Zusammenhang ansehe, scheint es doch ein wenig verändert, es ist ja doch schon älter und Frau Sherman hat sich ja nicht gerade dran gehalten. Vielleicht arbeitet sie am befreitesten mit sich selbst. Das sind eben geordnete Strukturen, ohne Überraschungen. Vermutlich ein schwieriger Charkter…
    😉

    1. Hallo Autopict, wie schön, mal wieder von Dir zu hören! Das habe ich mich auch schon gefragt, wie die Frau wohl sein mag, die ja wirklich überzeugend in all diese Rollenbilder schlüpft… – Was Deine weiteren Überlegungen angeht, erlaube ich mir, auf meine Antwort an Tikerscherk zu verweisen. Ich freue mich, wenn Du wieder vorbeikommst und hoffe, es geht Dir gut!?

    1. Beim Turmbau zu Babel denke ich an Vergänglichkeit und Vergeblichkeit. Und der Hintergrund auf Shermans Bild scheint doch irgendwie schon zu beben in seiner Schummrigkeit… als würde jeden Moment die ganze Kulisse in sich zusammenstürzen, findest Du nicht?

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