We dance round in a ring and suppose, / But the Secret sits in the middle and knows.

„Man sollte wirklich alles, was sich über das Gemeine erheben muss, in Versen wenigstens anfänglich konzipieren, denn das Platte kommt nirgends so ins Licht, als wenn es in gebundener Schreibart ausgesprochen wird.“

Friedrich Schiller

Wohlan denn:

Feiertag.
Suhlen im
Wasser und Tauchen
im Finsteren Tal. Feuchte
und Stille, nur die Spannung
schwebt wie ein Bogen im Raum.
Noch 84 Seiten bis zum gnadenlosen Showdown.

Inzwischen:

Latte Macchiato schmeichelt den Schleimhäuten, macht die
Mundhöhle geschmeidig für Smalltalk und Subtext,
ölig an der Oberfläche, aber
zwischen den Zeilen, da
zerfallen die Sprechblasen,
porös wie
Milchschaum.

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12 Gedanken zu “We dance round in a ring and suppose, / But the Secret sits in the middle and knows.

  1. Abend.
    Der Feiertag.
    Er endet hier.
    Morgen ist er Erinnerung.
    hängt in meinen Gedanken fest
    und versinkt mit Grollen im Ozean,
    aus welchem er im nächsten Jahr erwacht.

    Inzwischen:

    Die Dunkelheit übernimmt die Macht der Nacht,
    Stille umspült das hell erleuchtete Haus.
    Ein Sektglas füllt sich langsam,
    und wird schnell getrunken.
    Der Schlaf ruft:
    Komm her.
    Müdigkeit.

    1. Liebe Pagophila, es scheint an der besonderen Atmosphäre Deines Ortes hier zu liegen, daß sogar der Besuch seine wunderbare Poesie hier hinterlegt!
      Würde mich natürlich extrem interessieren, in welchem Buch Du auf den Showdown hingezittert hast, obs schon wartend bei mir auf dem Tisch liegt, oder ist alles ganz anders? Liebe Grüsse…und wars gut bis zum Schluß?

      1. Das Buch heißt genau so: „Das finstere Tal“. Eine wilde Mischung aus Alpensaga, Italowestern und Krimi von Thomas Willmann. Eigenwillig. Und gelungen aus meiner Sicht. Kann mir vorstellen, dass Du daran Gefallen finden würdest…

    2. Autopict, Du seltener Gast! Wie schön, dass und wie Dich die Muse geküsst hat zu später Stunde!! Ich hoffe, es geht Dir gut, und das Neue Jahr wird nicht nur aus Pausen bestehen…

      PS: Lies bitte noch den Kommentar der Graugans..:-)

      1. Danke dir. Ja, ich hab eine Pause gebraucht und wieder ein wenig Anlauf. Wobei ich jetzt schon weiß, dass die nächsten Wochen wieder heftig werden. Mal sehen, wie ich da durchkomm. Ansonsten alles Prima!
        Jaaa, den Kommentar der Graugans hab ich gelesen. Herrlich! 🙂

  2. Ich habe Das Finstere Tal als Film in Berlin im Freilichtkino gesehen und fand ihn ans Herz und an die Nieren gehend. Stell mir vor dass das Buch den Eingeweiden in Kopf und Bauch noch mehr zusetzt…
    Mag den Reim deines Titels so gern!
    wuensch dir einen schönen Abend,
    Dagmar

    1. Den Film kenne ich (noch) nicht… die Überschrift ist ein Zweizeiler von Robert Frost. Dir auch einen schönen Abend, Dagmar, und ein ebensolches Wochenende!

    1. Herzlichen Dank, Gerda! Wäre die Frage, ob ich dem Anspruch des Zitats standhalte, allzu nahe an mich herangetreten, hätte ich diesen Kontext sicher vermieden. Um so mehr freue ich mich hier und jetzt über Dein Lob.
      Viele Grüße nach Griechenland und ein schönes Wochenende!

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