Gesichter

Nachfolgend vier Bilder einer Ausstellung im Neuen Museum in Nürnberg. Gesichter – Ein Motiv zwischen Figur, Porträt und Maske, so der Titel. Einen unauslöschlichen Eindruck haben die Arbeiten von Cindy Sherman und Gillian Wearing bei mir hinterlassen. Sherman zerstört den schönen Schein, Wearing spielt mit Identität, während sie sich als Dreijährige, August Sander oder Claude Cahun inszeniert. Ihr wahres Gesicht baumelt als Maske in der Hand von Cahun. Als gäbe es hinter tausend Masken kein Selbst…

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5 Gedanken zu “Gesichter

  1. Wunderbare Bilder, die du ausgesucht hast, und bestimmt eine beeindruckende Ausstellung. Aber ganz besonders anziehend und traurig dieser letzte Satz mit der Anspielung auf Rilke, vielleicht sind das tatsächlich unsere Stäbe, diese tausend Masken, hinter denen wir ein Selbst längst verloren haben, und damit die Welt.

  2. das wahre Selbst und das Gesicht wahren, das wahre und das nackte Gesicht, an all dies muss ich denken, wenn ich mir die vier Bilder anschaue, die du ausgewählt hast, Gesichter, in die ich länger schaue, die meinen Blick bannen, dem gegenüber stehen all die tausend Gesichter der Welt an denen mein Blick abgleitet, weil nichts in ihnen mich hält …
    das klingt wahrlich nach einer spannenden Ausstellung, nur schade, dass Nürnberg nicht gerade bei mir um die Ecke ist! Danke dir fürs teilen
    herzlichst
    Ulli

  3. Vielleicht ist das ‚wahre‘ Gesicht zusammengesetzt aus vielen ‚Aggregatzuständen‘. Während wir nur immer ein Gesicht suchen hat ein Mensch möglicherweise ja verschiedene Seiten. LG, mick.

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