Der helle Himmel hat sich schräg zur Wand gestellt.

Jan Vermeer, "Die Musikstunde (ca. 1662-65)
Jan Vermeer, „Die Musikstunde (ca. 1662-65)

Es saust in den Ohren von Tiefe oder Höhe. / Das ist der Druck von der anderen Seite der Wand. / Er bringt jede Tatsache zum Schweben / und macht den Pinsel fest.

Es tut weh, durch Wände zu gehen, man wird davon krank, / aber es muß sein. / Die Welt ist eins. Aber Wände… / Und die Wand ist ein Teil von dir selbst – / man weiß es oder weiß es nicht, doch es gilt für alle, / nur für kleine Kinder nicht. Für sie keine Wand.

Der helle Himmel hat sich schräg zur Wand gestellt. / Es ist wie ein Gebet zur Leere. / Und die Leere kehrt uns ihr Gesicht zu / und flüstert: / „Ich bin nicht leer, ich bin offen.“

Tomas Tranströmer, „Vermeer“

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