Time wounds all heels

Die Zeit heilt alles, nur nicht die Wunden. Mit der Zeit verliert die Wunde der Trennung ihre wahren Ränder. Mit der Zeit wird der begehrte Körper nicht mehr sein, und wenn der begehrende Körper schon aufgehört hat, zu sein, ist das was bleibt, eine Wunde ohne Körper.

Chris Marker, „Sans Soleil“

Dig my mood…

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11 Gedanken zu “Time wounds all heels

    1. Ich hadere schon lange mit dem Like-Button… Du kennst das ja. Mittlerweile empfinde ich ihn fast als Einschränkung. Wie die Fleißbildchen in der Schule. Vermutlich liegt es aber an einem grundsätzlichen Gefühl der Überforderung. Im Moment schaffe ich es ja auch nicht, Kommentare zu beantworten. Dank Dir für Deinen. Traurig, ja, aber es spricht mich irgendwo tief drinnen sehr an.

  1. Keine einzige Wunde wird von der Zeit (wie sollte sie, die Nichtexistierende, das denn überhaupt anstellen?) geheilt! Und bei den inneren Wunden wächst nicht mal Schorf darüber, das ist halt nicht so wie ein aufgefallenes Knie, nix heilt, aber es verschwindet in Zwischenräumen. Die Wunden stecken irgendwo in den Falten des Lebensgewandes und jederzeit können sie herausfallen, wir sind nie davor gefeit, bei der nächsten Bewegung kann es passieren. Ja und wenn wir nicht mehr sind bleiben die Wunden ohne uns im Raum hängen, ja, vielleicht ist das so. Wunderschöner wahrer Text! Ach ja, wir hadern alle mit den Likes und mit den Kommentaren, mir geht es auch so, natürlich, aber sind wir dann nicht doch alle so froh, wenn wir in den verschiedensten Graden von Einsamkeit wenigstens uns der Illusion hingeben können, bemerkt, wahrgenommen zu werden?

  2. Wie ich Marker liebe und ich erinnere mich tatsächlich auch an dieses Zitat, das in mir immer die Erinnerung an ein Zitat von F. Scott Fitzgerald weckt, das ich vorher kannte. Ich muss es dir einmal raussuchen, wenn ich es denn in meinem derzeitigen Chaos finde.

      1. Und da fand ich es, aus Tender is the Night: „One writes of scars healed, a loose parallel to the pathology of the skin, but there is no such thing in the life of an individual. There are open wounds, shrunk sometimes to the size of a pin-prick, but wounds still. The marks of suffering are more comparable to the loss of a finger, or of the sight of an eye. We may not miss them, either, for one minute in a year, but if we should there is nothing to be done about it.“

        1. Ich liebe F. Scott Fitzgerald, aber es ist so lange her, dass ich „Tender is the night“ gelesen habe, ich erinnere mich nicht an dieses Zitat. Nun, ich nehme das zum Anlass, mir das Buch auf den Nachttisch zu legen. Danke dafür, Asal..:-)

          1. Ich liebe ihn auch sehr und glaube, dass Tender is the Night sein eigentliches Meisterwerk ist. Vielleicht findet sich ja dann bald das eine oder andere Zitat daraus hier bei Dir, neu interpretiert mit schönen Bildern.

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