Kehraus

Ich machte aus mir, was ich nicht verstand,
und was ich machen konnte aus mir, das ließ ich bleiben.
Der Domino, den ich anzog, verfing nicht.
Man erkannte mich gleich als den, der ich nicht war;
ich wehrte mich nicht und verlor mich.
Als ich die Maske abnehmen wollte,
blieb sie am Gesicht kleben.
Als ich sie abnahm und mich im Spiegel betrachtete,
war ich gealtert.

Fernando Pessoa alias Álvaro de Campos, „Tabaksladen“ in „Poesias – Gedichte“

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3 Gedanken zu “Kehraus

  1. Ach, welche Erinnerung – Akseli Gallen-Kallela. Den habe ich vor Jahren in Helsinki kennengelernt. Also nicht ihn persönlich, aber seine dort ausgestellten Werke. Noch beeindruckender fand ich allerdings sein Haus. Das hat mich von der Konzeption bis hin zur Gestaltung bis heute beeinflusst…
    Abendschöne Grüsse aus dem sich entnärrischenden Bembelland

      1. Sehr jugendstilvoll wie auch auf dem Foto des Bildes zu erkennen. Küche und bad sehr originell weiss gekachelt (für die damalige Zeit eher ungewöhnlich.
        Im Bad konnte man über drei Stufen in die Badewanne hinabsteigen… Wie gesagt sehr floral jugenstilvoll aber auch sehr originell. Sein Haus ist seit Jahren ein Museum und auf der Homepage ist das Interieur leider nicht zu sehen.
        Schöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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