Displacement in Time

What might have been and what has been
Point to one end, which is always present.

T. S. Eliot, “Burnt Norton” (No. 1 of “Four Quartets”)

Immer noch bin ich auf der Suche nach meiner Lieblingsmalerin. Als mir diese Woche Helene Schjerfbecks Schneiderin begegnete, wurde mir wieder bewusst, wie sehr ich die finnische Künstlerin mag. Auf diese in einer Schaukelbewegung erstarrte Frau, deren Handwerkszeug ihr von der Taille baumelt wie ein loser Faden, trifft in meinen Augen zu, was Bianca Brunner über ihre Arbeit „Limbo“ sagt: Erinnerung ist auch an Bewegung geknüpft. Und wenn diese latent schwelenden Bilder in einer bestimmten Bewegung plötzlich aufflackern, können sie einen Riss in die Gegenwart brennen. Vielleicht auch den Vorhang durchtrennen, der manchmal so schwer zwischen den Zeitkorridoren lastet.

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13 Gedanken zu “Displacement in Time

  1. Das hast Du gut gesagt, über den Vorhang zwischen den Zeitkorridoren, eine sehr interessante Sicht der Dinge, hab Dank, wie so oft, für Deine hervorragende Arbeit! Sovieles hätte ich nie im Leben gesehen, wenn Du es nicht in Zusammenhänge gezaubert hättest! Ich freue mich immer darauf, diesen schönen Ort zu besuchen, IMMER gehe ich bereichert daraus hervor. Liebe Grüsse

  2. Eine traumschöne Verbindung von Bildern und Gedanken ist da entstanden. Ich nehme sie gleich mal mit auf einen kleinen Spaziergang und schaue, welche Erinnerungsbilder dabei aufflackern…

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