Am Fluß

Unter mehr Himmel als man brauchen kann, wenn man einem geregelten Leben nachgeht, lag diese Stelle in der Obhut des Weidengehölzes, das ich unvermittelt im selten scharfen Licht unter bunten, nach Osten zu eilenden Herbstwolken als Grenzbild schlechthin aus jedermanns Kindheit erkannte, ein schütterer Hain, der unscheinbar zwei Welten trennt, von denen man weiß, daß man sich nur einer wird zuschlagen können.

Esther Kinsky, „Am Fluß“

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