Letzte Einkehr

Plötzlich hat er seine philosophischen Sätze satt… Wer versteht schon das Leben? Unsere Existenz ist existenzlos, unsere Wirklichkeit unwirklich. Ehe wir einen einzigen Knoten, einen einzigen Webfaden verstehen, begreifen, betasten können, fallen wir durch ein Loch wieder aus dem locker gewobenen Netz, denkt er.

Imre Kertész, „Letzte Einkehr“

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4 Gedanken zu “Letzte Einkehr

  1. Hat dies auf lebenistzufall rebloggt und kommentierte:
    Seit Tagen geht mir dieses Zitat nicht aus dem Kopf. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld „Philosophie-eigenem Leben“, mich meinen Illusionen beraubt. Das „Happyend“ reduziert sich zu einem Ende, meine Existenz löst sich im Nichts auf. Doch kommt mir beim Durchfallen durch die Löcher im Netz der Film Time Bandits in den Sinn. Vielleicht fallen wir auch durch Zeitlöcher zu anderen Netzen im Universum oder werden von einem schwarzen Loch aufgesogen, womit jede Existenz und Wirklichkeit aufgehoben wäre und wir in die Ewigkeit gelangen.

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