Das Buch von Blanche und Marie

Wie groß ist doch die Liebe, und wie schwer einzufangen, wie ein Schmetterling, der vom Himmel geflohen ist. Doch wie finden wir, in dieser Zeit schwerer Umwälzungen, die das Kennzeichen dieses neuen Jahrhunderts sind, einen Zusammenhang, wenn nicht die Liebe.

Man muß sie sich als Kind vorstellen, das sich rechtfertigt.

Sie schreibt kurze Sätze in zuweilen stilisiertem Ton, in denen die Worte häufig einen Gegensatz zueinander bilden. Weil es ihr nicht gelingt, die Dinge in einen Zusammenhang zu bringen, träumt sie von Zusammenhängen, die sie >Radium< oder >Liebe< nennt, oder >das neue Jahrhundert<. Ich glaube, sie war eine kleine, liebe, ganz und gar nicht verhärtete Frau, die zu spät wußte, was sie tun sollte.

Ich habe nie eine Frau wie Blanche getroffen, aber einige, die auf dem Weg waren, zu werden wie sie. Sie haben sich an einer verbotenen Grenze befunden, und sind abgeschreckt worden, oder hinübergegangen, haben aber nie an ihr haltgemacht.

Per Olov Enquist, „Das Buch von Blanche und Marie“

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