Fenster zur Welt

Fenster zur Welt

Short Messages von meinem Sohn aus Ordu an der türkischen Schwarzmeerküste. Das ein oder andere ist schon mal missverständlich, weil Netzjargon und heimgesucht von den Tücken des Text on 9 keys. Dann fügt es sich in meinem Kopf zu klassischen Fernschriften: Viele Mischehen stop Korrektur stop Moscheen zum Beispiel.

Als Tonnachrichten erreichen mich die Rufe des Muezzins zum Gebet, der ganz normale Wahnsinn im Straßenverkehr einer türkischen Stadt und das Plätschern von Wasser. Bilder von Haselnussbäumen, so weit das Auge reicht.

„Die Wirklichkeit ist ein Spiegel“, sagte Michelles Stimme, „durch den deine Hand hindurchgreift.“ *

* Zitat Wolfgang Herrndorf, „Sand“

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2 Gedanken zu “Fenster zur Welt

  1. “Die Wirklichkeit ist ein Spiegel”, sagte Michelles Stimme, “durch den deine Hand hindurchgreift.”
    Fast hast Du mich soweit. Im Spiegel ist man es gewohnt, sich selbst zu sehen. Das beruhigt mich nicht so… ich warte besser noch.

    1. Spannender aber natürlich auch beunruhigender als das, was wir im Spiegel sehen, finde ich die Frage, was wir zu fassen bekommen, wenn wir durch ihn hindurch greifen. Dafür steht vielleicht exemplarisch das Schicksal des Mannes ohne Gedächtnis. Auf mich wartet jetzt jedenfalls der letzte Teil des Buches…

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