Sand

Staub wirbelte hoch. Flechtwände, Metallkanister, Sand, eine Kette, ein Quietschen. Licht durch ein offenes Tor. Im Tor Poseidon, der Gott des Meeres, mit rauschendem Bart und Dreizack.

Korrektur: ein Fellache mit Mistgabel.

Wolfgang Herrndorf, „Sand“

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2 Gedanken zu “Sand

  1. Wenn ich mich recht erinnere war der Protagonist im Delierium als er den Fellachen sah. Ich malte mir schon aus, wo das mit der Mistgabel Enden würde. Es machte mir nicht wirklich Freude (zu mal ich immer noch nicht wußte, wieso und von wem der Mann verfolgt wurde). Und dann diese Hitze!
    PS.: Das Buch ist unterwegs. Hoffentlich kommt es nicht so schnell zurück.

    1. Es ist die Stelle in der Scheune und ein gutes Beispiel, finde ich, wie Herrndorf die Spannung mittendrin durch solche knochentrockenen Formulierungen bricht. Ich jedenfalls musste laut auflachen bei dieser Szene, die wie so viele filmgleich vor dem inneren Auge abläuft. Vielleicht weil die Beschreibungen oft so minutiös und bis in die letzte Handbewegung detailgenau sind. Und das obwohl vollkommen unklar bleibt, um wen es sich hier handelt und worum es überhaupt geht. Als Leser befindet man sich allenfalls in Augenhöhe mit dem Protagonisten, der durch einen Schlag auf den Kopf nicht mehr weiß, wer er ist und wie ihm geschieht. Und dann diese Hitze, ja, und der viele Sand…

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