In einem anderen Leben

Kleine Freuden gibt es auch: Die Renovierungsarbeiten in meiner Buchhandlung sind abgeschlossen, und der Bestand von Valeria Luisellis Schwerelosen wurde aufgestockt. Aus der Freihandaufstellung unter der Rubrik Erlesenes konnte ich eines der noch in Folie verschweißten Exemplare, kurzentschlossen diesmal, in meine Hände gleiten lassen und mich damit auf zur Kasse schwingen.

Im Impressum muss ich leider lesen, dass die Autorin für die deutsche Ausgabe auf einige Zitate und Namen verzichtet, um eventuelle Probleme bei Urheberrechtsfragen auszuschließen. Schade. Ich zitiere mich hier wahrscheinlich noch um Kopf und Kragen, also, nicht mich sondern die anderen, aber ich kann nicht anders:

Wenn jemand lange Zeit allein gelebt hat, kann er sich von der eigenen Existenz nur überzeugen, indem er die Dinge und die Aktivitäten in einer mitteilbaren Syntax artikuliert: dieses Gedicht, diese Knochen, die da laufen, dieser Mund, diese Hand, die hier schreibt.

Dereinst, an diesen Sommer denkend, von dem ich geglaubt haben werden, ihn nicht zu überleben, werde ich auf den heißesten Tag des Jahres zurück blicken und darauf, wie ich ihn lesend verbracht habe. Dieses Buch.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s