Daumesdick

Als die beiden fremden Männer den Daumesdick erblickten, wussten sie nicht was sie vor Verwunderung sagen sollten. Da nahm der eine den anderen beiseit und sprach „hör, der kleine Kerl könnte unser Glück machen, wenn wir ihn in einer großen Stadt vor Geld sehen ließen: wir wollen ihn kaufen.“ Sie giengen zu dem Bauer und sprachen: „verkauft uns den kleinen Mann, er soll’s gut bei uns haben.“ „Nein“, antwortete der Vater, „es ist mein Herzblatt, und ist mir für alles Gold in der Welt nicht feil.“ Daumesdick aber, als er von dem Handel gehört, war an den Rockfalten seines Vaters hinaufgekrochen, stellte sich ihm auf die Schulter, und wisperte ihm ins Ohr „Vater, gib mich nur hin, ich will schon wieder zurück kommen.“ Da gab ihn der Vater für ein schönes Stück Geld den beiden Männern hin. „Wo willst du sitzen?“ sprachen sie zu ihm. „Ach, setzt mich nur auf den Rand von eurem Hut, da kann ich auf und ab spazieren und die Gegend betrachten und falle doch nicht herunter.“ Sie taten ihm den Willen, und als Daumesdick Abschied von seinem Vater genommen hatte, machten sie sich mit ihm fort…

Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen („Daumesdick“)

"When Tom had said good-bye to his Father they went away with him."Illustration von Arthur Rackham aus "Grimm's Fairy Tales"
„When Tom had said good-bye to his Father they went away with him.“
Illustration von Arthur Rackham aus „Grimm’s Fairy Tales“
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2 Gedanken zu “Daumesdick

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