Rose Bernd

Rose Bernd entstand im Zeitraum von April bis September 1903. Hauptmann war als Geschworener tätig und hatte über das Schicksal einer 25-jährigen Kindsmörderin mit dem Namen Hedwig Otte zu entscheiden. Er war von ihrem Schicksal so berührt, dass er – wie die Mehrheit der Geschworenen – für einen Freispruch stimmte. Dies hatte auch zur Folge, dass er später nicht mehr zum Geschworenen berufen wurde.

Noch am Verhandlungstag diktierte Hauptmann seinem Sekretär eine erste Rohfassung des Dramas mit dem Titel „Rose Immoos“. Im Gegensatz zu seinem Stück Die Weber stellte er keine langwierigen Nachforschungen an, sondern begann sofort mit der Ausführung. Hauptmann übernahm die Verhältnisse und die Persönlichkeiten direkt aus dem Prozess. Es gibt keine Übereinstimmung mit seinem eigenen Leben. Die Hauptperson, Rose Bernd, ist sehr genau kopiert, andere Personen weisen wenigstens Charakterzüge auf. Möglicherweise wurde er auch durch Tolstojs Werk Die Macht der Finsternis inspiriert, in welchem ein Mord an einem Kind begangen wird.

Quelle: wikipedia

 

Rose Bernd

 

Literaturverfilmung, Melodram

Produktionsland: BR Deutschland
Produktionsjahr: 1956
Produktionsfirma: Bavaria
Länge: 98 Minuten
FSK: ab 16; f
Erstauffuehrung: 1.2.1957

Darsteller: Maria Schell, Raf Vallone, Käthe Gold, Leopold Bilberti,Hannes Messemer, Arthur Wiesner, Siegfried Lowitz, Helmut Brasch; Regie: Wolfgang Staudte; Drehbuch: Walter Ulbrich; Kamera: Klaus von Rautenfeld; Musik: Herbert Windt; Schnitt: Lilian Seng; Vorlage: Gerhart Hauptmann

Inhalt

Verfilmung des Bühnenstücks von Gerhart Hauptmann, die jedoch durch die Verlegung der Geschichte in eine andere Region nichts mehr von dem Naturalismus der Vorlage enthält. Das als Flüchtling auf einem Gut im Westen lebende schlesische Bauernmädchen Rose Bernd, zwischen Trieb“ und pietistischem Erziehungseinfluß schwankend, verstrickt sich, vom Begehren der Männer getrieben, in Schuld. Trotz einer gewissen Verflachung der Vorlage eine handwerklich und darstellerisch weit überdurchschnittliche Produktion im westdeutschen Film der 50er Jahre.

Quelle: Filmlexikon

 

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