Herbst

Im Wacholderdickicht an der Schlucht ist Stille.
Herbst, der Rotfuchs, kratzt sich an der Mähne.

Übern Fluß hinweg und steiles Ufer
Klingt der blaue Aufschlag seiner Hufe.

Und der Wind, der strenge Mönch, tritt leise
Auf das welke Laub am Weggeleise.

An der Eberesche reifem Zweig er küßt
Wunden, blutigrot, dem unsichtbaren Christ.

Sergej Jessenin (1895 – 1925)

Übertragung von Wanda Berg-Papendick (1939)

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